Fülöp Éva – Kisné Cseh Julianna szerk.: Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 10. (Tata, 2003)

Herczeg Renáta: Neue Angaben aus der Vergangenheit Szőny

Neue Angaben aus der Vergangenheit Szőny Renáta Herczeg Brigetio (Szőny) war in der Römerzeit eine wichtige Stadt und ein Legionslager. Im Mittelalter bekam den Rang eines Markfleckens. Im 16. Jh. wurde von den Türken verwüstet und später entvölkert. Kaiser Ferdinand und der türkische Sultan schloss hier in 1627 einen Frieden. Szőny gelangte in 1659 in den Besitz der Familie Zichy, die die Bezitzer der Herrschaft bis 1892 war. Die Neubesiedlung und Förderung der Siedlung stand mit Graf Miklós Zichy (1710-1758) und mit seiner Frau Gräfin Erzsébet Berényi (1714—1792) in Verbindung. Der Graf genoss nicht lange die vielsprechende Entwicklung seiner Herrschaft. Nach seines Todes hat seine Witwe einen wahren barokkischen Wirtschaft- und Kultursitz ausgebaut. In 1761 begann der Aufbau eines Schlosses. Das Erdbeben in 1763 verursach­te schwere Schäden und wegen diesem wurde eine Statue der Dreifaltigkeit im nächsten Jahr aufgestellt. Das Zentrum der Siedlung wurde mit der katholischen Kirche, mit einer Schule und eine Parokie erweitert. Die wirtschaftlichen Entwicklung zeigen die neuen Maierhof- und Industriegebäude. Diese Abhandlung beschäftigt sich mit der neuen For­schungsergebnisse der zum barokkischen Zentrum gehörenen Gebäude. Die Karten aus dem 18—19. Jh. und die militärischen Aufnahmen zeigen eindeutig, dass damals neben der katholischen Kirche ein grösseres Gebäude mit U-förmigem Grundriss stand. Nach den Angaben des Archivmaterials hat die Gräfin in 1761 den aner­kannten Steinmetz Johann Michael Mayer mit den Steinmetzarbeiten ihres Schlosses in Szőny beauftragt. Wir können anhand der Rechnungen feststellen, dass die Steinmetz­arbeiten zu einem grösseren repräsentativen Schloss gemacht wurden. Bei dem Bau arbeiteten neben den hiesigen Meister —wie József Eder —auch die Maurer und Zim­mermänner der näheren Siedlungen mit. Bei der Forschungen gelante den Konstrukteur des Gebäudes zu identifizieren. Jakab Fellner, der bedeutene Architekt des ungarischen Barocks, hat die Pläne zum Bau gemacht. Das Schloss folgte nach den Angaben die Ges­taltung des Mórer Lamberg Schlosses (1761). Wegen dem Erdbeben wurde das Gebäude nicht nach den Originalpläne fertiggestellt, so entstand ein kleines Schloss mit einer Ebene und U-förmigem Grundriss. Nach dem schon erwähnten Erdbeben beauftragte die Gräfin in 1764 die Altofener Bildhauerwerkstatt und deren Leiter Károly Bebo mit der Anfertigung einer Statue der Dreifaltigkeit. Wir kannten lange Zeit den oberen Teil der im zweiten Weltkrieg be­schädigter Statue. Die Abfassung des Szőnyer Denkmals repräsentatiert die neuartige Denkweise, die die Dreifaltigkeit mit dem damaligen ungarischen Maria-Kult verband. Bei ihrer Ikonographie nutzt die traditionale Darstellung und auf der historischen Ebe­ne folgt die in dieser Zeit entstandenen Motiven. Mit einigen Elemente (zum Beispiel der Gestalt von Heiligen Philipp, die Gestaltung der Säule) füllt mit neuem Inhalt der Bedeutung von der Trinitas Gruppe und der dazugehörigen Schützheiligen. Die Statuen zeigen Verbindung mit dem auch durch Bebo gemachten Statuen des Altofener Gelöbnis­altars und in ihrer Gestaltung Parallelen mit der Körmöcbányaer Dreifaltigkeitstatue. 225

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