Fülöp Éva – Kisné Cseh Julianna szerk.: Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 9. (Tata, 2002)

Kövesdi Mónika: Die Rolle eines hochadligen Donators des Grafen Joseph Eszterhazy bei der Errichtung der Kirche und des Klosters der Kapuziner in Tata

Die Rolle eines hochadligen Donators des Grafen Joseph Eszterhazy bei der Errichtung der Kirche und des Klosters der Kapuziner in Tata Monika Kövesdi Als Stiftung des Grafen Joseph Eszterhazy wurden die Kapuzinerkirche und das dazu gehörende Kloster in Tata in der Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut. Der Briefwechsel zwischen dem Grafen und seinem talentiertem „Regenten" (Gutsver­walter) Franz Balogh bietet uns nuanciertere, bisher unbekannte Kenntnisse im Zusammenhang mit der Baugeschichte sowie der Inneneinrichtung. Neben den Baumeistern, Steinmetzen, Ofensetzern, Schreinern und Zimmerleuten arbeiteten bei der Verzierung der Kirche auch hervorragende Künstlerpersönlichkeiten mit. Das Vorbild boten die vom Grafen verehrten Preßburger Kapuziner, auch die Konzeption wurde von den Kapuzinern ausgear­beitet, bei der Auswahl der Künstler spielte auch der Graf selbst eine Rolle, unter Ausnutzung seiner Beziehungen zu Preßburg und Wien. Ein Teil der großartigen Altarbilder sind Werke von Karl Palko, zu dem Joseph Eszterhazy in Preßburg die Verbindung aufnahm. Authentische Werke Palkos sind die zwei Seitenaltarbilder des Hauptaltars mit Darstellungen des Heiligen Josephus und der Heiligen Franziska Romana, das Immaculata-Bild in der Maria-Kapelle, sowie die schon vernichteten Wandmalereien des Heiligen Franziskus und des Heiligen Felix an der Giebelseite. Im Zusammenhang mit dem Hauptaltarbild - welches die Krone und den dem Schutz der Heiligen Jungfrau durch den Heiligen Stephan emp­fohlenen Prinzen Emmerich darstellt - kann Palkos Urheberschaft nur durch seine erhaltenen Skizzen belegt werden, da dass heutige Bild eine Kopie des 1890er Originals ist. Vom Grafen wurden mit der Erstellung des Tabernakels sowie des geschnitzten, vergoldeten, mit Intarsien verzierten Altares der Wien-Preßburger Bildhauer Ludwig Gode sowie Joseph Becker und der Wiener Kunsttischler Leopold Weininger beauftragt. Die weiteren Arbeiten ließ er - um Kosten zu sparen - von örtlichen Meistern und Handwerkern der Domäne verrichtet. In Zusammenhang mit diesen Arbeiten verweist die Forschung auf die bisher unbekannten Lebenswerke und Künstlernamen (Caspar Reisner, Carl Lazel). Die Ansprüche an diese Gebäudegruppe, die besondere Aufmerksamkeit des 292

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