Fülöp Éva – Kisné Cseh Julianna szerk.: Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 8. (Tata, 2001)
Számadó Emese–Vértes László: Auf dem Spuren des Igmánder Bitterwasser
Auf den Spuren des Igmánder Bitterwasser Emese Számadó - László Vértes Während eines Brunnengrabens auf der Gemeindeweide der Ortschaft Nagyigmánd im Komitat Komárom im Jahre 1862 stieß man auf eine Quelle. Nachdem das Wasser der Quelle „sowohl auf die Menschen als auch das Hornvieh eine nicht erwartete Wirkung ausübte", wurde der Apotheker Anton Schmidthauer, in dessen Besitz sich die „Megváltó" Apotheke in der nahe gelegenen Stadt Komarom (dem heutigen slowakischen Komarom) befand, mit der Untersuchung des Brunnenwassers beauftragt. Nachdem sich im Verlauf der Untersuchungen herausgestellt hatte, dass aus dem Brunnen Bitterwasser entspringt, erwarb Anton Schmidthauer dieses Gelände und gründete 1863 das Unternehmen „Igmánder Bitterwasser" .Neben seiner Tätigkeit in der Apotheke experimentierte er mit der Nagyigmánder Quelle und Brausepulver. Das erstere diente als Ersatz für das Karlbader Quellwassersalz, das andere für das Seidlitz-Brausewasser. Der Großhandelsvertrieb des Bitterwassers ist mit dem Namen Lajos Schmidthauer verbunden. Von seinem Vater übernahm er 1880 die Apotheke sowie die Leitung des Bitterwassergeländes. Im Jahre 1913 errichtete er im ungarischen Komárom eine Abfüllungs-und Vertriebsanlage. Der II. Weltkrieg verursachte auf dem Brunnengelände kleinere, bei der Komáromer Flaschen abfüllung größere, aber keine bedeutenden Schäden. Dadurch lief die Produktion und der Verkauf erst langsam wieder an. 1949 wurde der ungarische Staat der Eigentümer des Gebäudes, und übergab das Bitterwassergelände dem Unternehmen „Gyógyviztermelő Vállalat" zur Nutzung. Die Flaschenabziehung arbeitete mit kleineren Unterbrechungen bis 1962, als die Unternehmensleitung die Komáromer Abfüllanlage stilllegte. Danach wurde das Igmánder Bitterwasser in Délbuda abgefüllt. Der Vertrieb wurde 1989 eingestellt. Durch die erhalten gebliebenen Reklamen für das Igmánder Bitterwasser erhalten wir einen Einblick in die zeitgenössische Reklametätigkeit für Mineral- und Heilwasser, sei dies eine Zeitungsanzeige, Plakat, Reklamezettel oder einfach ein Rechnungsbeleg. 308