Fülöp Éva – Kisné Cseh Julianna szerk.: Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 6. (Tata, 1999)

Tolna Gergely: Komárom, das Grösse Befestigungssystem Ungarns

Komárom, das größte Befestigungssystem Ungarns Gergely Tolnai Die Komáromer Burg wurde durch den Freiheitskampf von 1848/49 bekannt. Die von Georg Klapka kommandierten Verdeitigungskräfte konnten, dank des staksten Festundsystems Ungarns, erst am 27. September 1849 zur Kapitulation gezwungen werden. Dies ist aber nur eine Episode in der Geschichte dieser berühmten Festung. An dieser Stelle erbauten schon die Römer ein Heerlager. Die Könige aus dem Hause der Arpaden erbauten auf der Großen Schüttinsel die dem Komitat seinen Namen gebende bürg, die bis in die Mitte des 16. Jhs. stand, 1529 eroberten die Türken die Burg für ein halbes Jahr. Danach ließen die Habsburger Herrschaft, die strategische Bedeutung des Ortes erkennend, unter Leitung italienischer Ingenieuroffiziere das erste Glied des Festungssystem, die Alte Burg, errichten. Später, im Laufe des 17. Jhs. erbauten sie auch die Neue Burg, sowie auch die Vorläufer der Brückenköpfe. Nach dem Ende der Türkenkriege verlor die Burg an Bedeutung, die Gebäude wurden durch zwei Erdbeben zerstört. Die schweren Niederlagen der österreichischen Armme während der Napoleonischen Kriege werteten die Bedeutung dieses Ortes wieder auf. In den 1810er Jahren begannen die Bauarbeiten, im Sinne eines neuen preußischen Befestigungssystem. Bis zum Beginn des Freiheitskampfes gelang es die ersten vier Festungen der Palatinlinie zu errichten, die Alte und Neue Burg zu modernisieren, sowie die Brückenkoppfestungen. Während des Freiheitskapmfes wurden nur Lagerfestungen errichtet, aber zusammen mit diesen war die Burg so stark, dass sie auch zwei österreichische Blockaden überstand. Nach der Niederschlagung des Freiheitskapmfes wurden die Bauarbeiten fortgesetzt. Der Bau der Palatinlinie wurde abgeschlossen gezogen, zwei kleinere und vier größere Stellungen. Neugebaut und modernisiert wurden die Brückenkopffestungen, auf der rechten Seite der Donau entstanden zwei neue, zeitgemäße Festungen: Fort Sandberg und die Igmänder Festung. Die Finanzkrise der Monarchie ermöglichte aber weder den Abschluß der Bauarbeiten noch die geplanten Modernisierungen. Die Bauarbeiten wurden in den 1870er Jahren eingestellt. Seitdem stehen die Gebäude, von denen ein Teil schon abgerissen wurde, bedeutende Teile stehen aber auch heute noch, künden von den Fähigkeiten der österreichischen Ingenieuroffiziere. Glücklicherweise die örtliche Bevölkerung und Behörden begonnen, die Bedeutung der Bauwerke anzuerkennen, diese Überreste werden geschützt und den Möglichkeiten nach in Ordnung gebracht. 434

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