Kisné Cseh Julianna – Somorjai József szerk.: Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 5. (Tata, 1997)

H. Kelemen Márta: Spätrömerzeitliche Gräber auf dem Friedhof des Lagers von Nyergesújfalu

Spätrömerzeitliche Gräber auf dem Friedhof des Lagers von Nyergesújfalu Márta H. Kelemen 1978 kamen am südwestlichen Fuße des Schanzberges in Nyergesújfalu, auf dem Gelände des Bauhofes Siedlungsreste und 12 spätrömische Gräber zum Vorschein. Südlich von dem Tal in ost-westlicher Richtung, welches südlich vom Schanzberg gelegen ist, auf dem sich auf dem Hügel befindlichen Bürgermeister Weinburg wurden 4 Gräber freigelegt. Die 16 Gräber auf der Spitze des Schanzberges gehören zu dem Friedhof des im 2. Jahrhundert erbauten und im 4. Jahrhundert umgebauten römischen Kastell Crumerum. Die 4 Steingräber, 1 Ziegel- und 11 Erdgräber liegen in nordwestlich-südöstlicher bzw. südöstlich-nordwestlicher Lage. Die Gräber 3, 5, 11-12, 15 wurden ausgeraubt, die Gräber 1-2, 4, 6-10 erlebten neuzeitliche Aufwühlungen, so sind nur die Gräber 13, 14, 16 relativ unversehrt. Außer in den Gräbern 9 und 11 fanden wir in jedem Beigaben. In 6 Gräbern waren Tongefäße (grau granuliert bzw. Krüge mit geglätteter Oberfläche, glasierter Krug, Schüsselchen, Tasse, Becher), in 5 Gräbern Glasgefäße (Phiole, Gläser, Flasche, Schüsselchen). Unter den Glasgefäßen in schlechtem Zustand blieben nur Gläser aus dem Grab Nr. 3 erhalten. In den 3 Frauengräbern (Grab 6-8) fanden wir neben den Gefäßen einige Perlen bzw. im Grab Nr. 6 eine zu einer Halskette gehörende, abgenutzte, durchbohrte bronze Münze (Constantin Dynastie), in den Männergräbern waren Eisenschnalle, Bronzeschnalle und Bronzefibel die Beigaben. Unter den Gräbern ist das mit einer Platte aus rotem Süttőer Marmor bedeckte Grab Nr. 13 hervorzuheben, in dem in einem Glasschüsselchen Mandeln und Pflaumenkerne, ein bronzenes Tintenfäßchen, eine mit einem Tierkopf verzierte silberne Gürtelschnalle und eine Bronzefibel in einem Ledertäschchen mit Bronzebeschlägen mit dem Toten bestattet wurden. Auf der einen Seite des Klemmbügels der Bronzefibel ist die Inschrift VIVAS FELIX, auf der anderen Seite ist sie auf einer silbernen Platte mit den Darstellungen einer Weinranke, eines Menschenkopfes (Maske) verziert, die Fibel ist in die 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts zu datieren. Die Rekonstruktion des Ledertäschchens mit Bronzebeschlägen als Zeichnung ist auf dem Bild Nr. 11 zu sehen. Die freigelegten Gräber des spätrömischen Friedhofes waren die äußersten Gräber in westlicher Richtung, sie können aufgrund der Funde in die letzten Jahrzehnte des 4. Jahrhunderts bzw. Anfang des 5. Jahrhunderts datiert werden. 414

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