Kisné Cseh Julianna – Somorjai József szerk.: Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 5. (Tata, 1997)
Feiler József: Denkmal des Kultes des „Pferdegottes der Donau” aus Komárom
Die Datierung und Bewertung der Denkmäler des "Pferdegottes der Donau" geschah bis auf den heutigen Tag nicht in ausreichender Weise. Dies ist hauptsächlich durch das Fehlen schriftlicher Überlieferungen und die große Anzahl ikonographischer Elemente auf den Denkmälern zu verstehen. Die einzige Methode, nützliche Informationen über diese Denkmäler zu erlangen, liegt in der Analyse der wichtigsten ikonographischen Elemente. Die mittlere Gestalt ist eindeutig eine Göttin (Muttergöttin?), durch die Häufigkeit ihres Erscheinens, aufgrund ihrer Maße, ihrer Placierung. Die Reiter stehen, so scheint es, in einer positiven Verbindung zur Göttin, aber aufgrund ihrer Maße und Placierung scheinen sie ihr untergeordnet. Es ist eine Tatsache, daß ihre Zahl auf den unterschiedlichen Denkmälern voneinander abweicht, dies weist darauf hin, daß ihre Anzahl für den Kult nicht von grundsätzlicher Bedeutung war. Aus diesem Grund betrachten wir sie als eine Personifikation einer (übernatürlichen) Kraft, welche mit ihrer Anzahl nicht in Verbindung steht. Eine andere wichtige Beziehung finden wir zwischen den Reitern und den von den Reitern zerstampften menschlichen Gestalten (in den meisten Fällen nackt und immer waffenlos). In dieser Beziehung müssen wir im Zerstampfen wehrloser Menschen mehr sehen, als das Besiegen des Gegners. 359