Kisné Cseh Julianna – Somorjai József szerk.: Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 5. (Tata, 1997)

Maróti Éva: Römerzeitliche, gestempelte Gefässbruchstücke aus dem Komitat Komárom-Esztergom I.

Römerzeitliche, gestempelte Gefäßbruchstücke aus dem Komitat Komárom-Esztergom I. Éva M a rôti In diesem Artikel wird das Fundmaterial des östlichen Teiles des Komitates Komárom-Esztergom, das Gebiet des ehemaligen Kreises Dorog und der Stadt Esztergom aufgearbeitet, dies ist das Sammelgebiet des Balassa Bálint Museums in Esztergom. 1 Die westlichen Teile des Komitates, die ehemaligen Kreise Komárom und Tata, die unmittelbare Umgebung Brigetios (Szöny) erfordern neuere Studien, in diesem Artikel wird dieses Material als Parallele genutzt. 2 Die Beschreibung der Fundorte, deren Bekanntmachung wurden den 1979 erschienenen archäologischen topographischen Daten entnommen, ebenfalls die Benennung und Nummerierung der Fundorte. Die in dem Artikel vorgestellten 114 Bruchstücke stammen aus 18 Fundstätten, davon zwei aus unbekannten Fundstätten. Die häufigste Gefäßform ist der Drag 37 und dessen Varianten, vor allem graufarbene, seltener gelbe, orangene, ziegelsteinfarbige, ihre Oberfläche ist glänzend. Von diesen Stücken tauchen insgesamt 157 Motive auf, unter ihnen sind kaum solche, welche auf mehreren vorkommen - deshalb ist es sehr schwierig, Werkstätten, Meister zu bestimmen. Unter den Mustern dominieren Pflanzen, unter diesen Blätter darstellende Motive, es gibt aber auch stilisierte, geometrische und Tiermotive. Die Reihenfolge bei den pannonischen gestempelten Gefäßen verläuft von oben nach unten - nach dem Vorbild der Terra Sigillata - im allgemeinen beginnend mit Rädchenverzierungen oder einem Blattkranzband (Ährenkranzband). Unter unseren Objekten sind auf 35 Bruchstücken Rädchenverzierungen, nur auf 11 Stücken ein Blattkranz. 234 Die Verzierungs­methode mit Rädchenverzierungen ist - nach unseren bisherigen Beobachtungen - typisch für Produkte aus den Werkstätten Westpannoniens, aus Gorsium und Brigetio. Der Blattkranz (Motiv 1-9) stammt von der Terra Sigillata, 235-240 und ist ein typisches Verzierungselement der östlichen Gruppe der pannonischen Gefäße. Das Motiv 1-2, die drei Blättchen, stehen dem Vorbild der Terra Sigillata am nächsten. Ihre Besonderheit besteht darin, daß diese nicht außen, sondern am inneren Rand des Gefäßes angebracht sind. Die gewölbten Formen (Motiv 10-24) lassen ihre Herkunft ebenfalls auf die Terra Sigillata zurückführen, 241­242 meiner Meinung nach stammt dieses Element von der auf sehr frühen Terra Sigillata auftauchenden vereinfachten Form des u-förmigen Blattkranzes. Diese Blätter, 243 Rosetten244 und Tiere245 wurden umrahmt, wie bei unseren gestempelten Gefäßen ebenfalls. Die sich senkrecht teilenden Glieder (Motiv 25-36) kommen im allgemein abwechselnd mit den genannten Motivgruppen in Anwendung, manchmal zwei Formen auf einem Stempel (Motiv 23-24). Der 326

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