Fűrészné Molnár Anikó szerk.: Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 3. (Tata, 1989)

Néprajz - Tisovszki Zsuzsanna: Népi orvoslás, növényismeret Esztergom-Szentgyörgymezőn

bei unzähligen Heilbräuchen wirken natürliche und auf dem Aberglauben beruhende Tätigkeiten zusammen. An Verwünschungen, am bösen Blick litten zumeist Kleinkinder, bzw. Tiere. Der Grund lag auf der Hand: das Kleinkind oder das Her können die Symptome nicht darlegen, dass, was es fühlt, was schmerzt - so war es oft ein unlösbares Geheimnis, das Problem blieb ein Rätsel. Die meisten dargelegten Fälle berichten von verwunschenen Kindern. Das er­krankte Kleinkind hat Fieber, weint und leidet unter Appetitslosigkeit. In einem solchen Fall wusch oder badete man es in einem Aufguss von Holzkohlenwasser oder „Fronleichnamsgras". Zur Linderung körperlicher Schwäche, Schmerzen benutzte man Geweihtes (We­ihwasser, Weidenkätzchen). Dem Rauch, der Räucherung schrieb man übernatürliche Kräfte zu (den bösen Blick, Zahnschmerzen heilte man damit). Geweihtes schütze auch Tiere vor Verwünschungen (Weihwasser, Weihnachtskrü­mel, geweihte Osterspeisen usw.). Bei den häufigsten Tierkrankheiten vertraute man der gemeinsamen Wirkung von natürlicher Heilmethode und magischen Verfahren (Salzlauge und den unter dem Weinachtstisch liegenden Hut zur Behandlung von Blähungen bei den Tieren). Abschliessend kann man feststellen, dass die auf dem Aberglauben beruhenden Verfahren fast völlig aus dem Gebrauch der Volksheilkunde verschwunden sind, nur noch in den Gedanken der Älteren leben. Die Heilpflanzen, dass Interesse an natürlichen Stoffen dagegen wuchs in den letzten Jahrzehnten nicht nur bei Fachleuten, sondern die Heilpflanzenproduktion ist auch der Bevölkerung vertraut. Die ethnomedizinische Forschung ist volkskundliche Forschung, aber auch Ärzte beschäftigen sich in grosser Zahl damit. Popular Healing and the Knowledge of the Plants at Esztergom-Szentgyörgymező Zsuzsanna Tisovszki This study analyses the knowledge of plants and the healing traditions of the traditi­onalist and exclusive community of Esztergom-Szentgyörgymező. Not only the knowledges refering to the origin of the deseases, to the symptoms and to the cure but the irrational methods of treatment belong to the field of the popular healing. The rational methods of treatment based on the people's knowl­edge of nature and on his experience cannot be separated from the irrational activi­ties. The bases must be surched in the popular faith and religion. The use of the medical herbs spreads more and more among the people in the 18th century. Even today "grassy-women" and women gathering and selling medici­nal plants at the market-place are remembered of at Szentgyörgymező. In our days there are still lots of people in the analysed community who gather and expertly store medicinal plants. The camomile, used to cure many ilnesses, is the most popular. The infusion of burdock, acacia and elder flower, and that prepared of poppy pe­tals were regarded as cough-relieving. 51

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