Borhy László szerk.: Acta Arheologica Brigetionensia. A római kori falfestészet Pannóniában. Komárom, 1998.

A konferencia előadói és résztvevői - 2. Brigetio falfestészete - László Borhy (Budapest): (FO: Komárom/Szőny-Vásártér, Ungarn) freigelegten römischen Wandmalereien

BERICHT ÜBER DIE ZWISCHEN 19924996 IN BRIGETIO FREIGELEGTEN RÖMISCHEN WANDMALEREIEN Wohnhäuser archäologisch erfasst, wobei das eine in größerer Ausdehnung freigelegt werden konnte (Abb. 1.). Es handelt sich um Wohnhäuser mit Terrazzofußboden und Heizungskanalisation, die - zusammen mit den Mauern der Häuser - infolge der mittelal­terlichen oder eher neuzeitlichen Zerstörungen, die die Ausbeutung der Ziegel- und Steinmaterialien antiker Bauresten erzielten, weitgehend ausgerissen und vernichtet wurden. Auf diese Art und Weise kann man fast ausschließlich aus negativen Spuren Mauerzüge und Gehniveaus identifizieren. Wegen unserer mangelnden Kenntnisse im Bereich der Zivilstadt von Brigetio ist es noch nicht möglich, die bisher freigelegten Häuserreste ins Straßennetz und Stadtbild von Brigetio hineinzufügen. 2 1. Fundumstände Aufgrund früherer Rettungsgrabungen, die in dieser Fundstelle in den sechziger Jahren durchgeführt worden sind, haben wir von vornherein mit einer großen Quantität römisch­er Wandmalereien gerechnet. 3 Diese Erwartungen haben sich für realistisch erwiesen, da wir bereits im ersten Grabungsjahr und seitdem in den darauf folgenden Grabungskampagnen in allen Räumen des in immer mehr zunehmendem Umfang freigelegten römischen Hauses große, zusammenhängende Flächen römischer Wandmalereien ans Tageslicht kamen. Im Jahre 1994 schließen sich fünf Wandmalereienrestauratorinnen unserem Forschungsteam an, mit deren Hilfe seitdem die Freilegung, Konservierung und Restaurierung der Wandmalereien geführt wird. 4 Zwischen 1993 und 1996 wurden in den 4 x 4 m großen Schnitten von E12, E13 und E14 drei, nebeneinander liegenden Räume freigelegt. Der (un?)glücklichen Lage zufolge überdecken alle drei Räume die drei Grabungsschnitte - dementsprechend verlaufen die Trennungsmauern jeweils in den Profilen. Deswegen ist es erst im Jahre 1996 gelungen, die genaue Form und Größe der Räume vermessen und ihr Verhältnis zueinander klären zu kön­nen, nachdem wir alle Profile zwischen den Räumen abgetragen und die ausgerissenen, mit (Roma, 13-16 gennaio 1994). Annuario dell'Accademia d'Ungheria in Roma. Roma 1994, 7lif. Infolge der Ergebnisse der ersten vier Grabungskampagnen den 28. April 1996 wurde von der Stadtgemeinde ein neues archäolo­gisches Museum in Komárom gegründet. S. dessen Katalog - L. Borhy - E. Számadó, Válogatás a Szőny-Vásártéri ásatás leleteiből (1992-1995). Kiállítási katalógus. Komárom 1996 - im Weiteren als Katalog 1996 zitiert. 1 Unserer Beobachtung nach kann man mit einer Orientierung der Häuser und Straen nach den vier Himmelsrichtungen rechnen. Dies konnten wir einerseits anhand der 5 Suchgräben von 20 x 0,9 m (1992) und eine, im Profil und Planum eines im Jahre 1994 am gesamten O-Rand des bis heute unbebaut verbliebenen Martplatzes in einer Länge von ung. 150 m in N-S Richtung verlaufenden, von den Gaswerken geöffneten Graben beobachten. Es waren Straen mit mehrmals erneuten Kieselflächen zu sehen, währen in den Schnitten Sil bzw. -A16 Straen mit Steinplatten freigelegt worden sind. Diese stellen die ersten Angaben zum Straennetz der Zivilstadt von Brigetio dar. 1 E. Bíró, RégF 24, 1971, 40 ders., A brigetiói falfestmény, ArchÉrt 120, 1993, 37ff. - es handelt sich um den Bericht der in den canabae von Brigetio von E. Bíró freigelegten und im Kuny-Domokos-Muzeum in Tata restaurierten und ausgestellten Wandmalereien. Die in den 60-er Jahren auf dem Marktplatz — in der Zivilstadt - freigelegten Wandmalereien liegen immer noch nicht restauriert in Kisten inden Kellerräumen des o.g. Museums. 4 Die Restaurierung wird von Herrn I. Bona jun. (Kunstakademie, Institut für Restauratorenwesen) geleitet und unter der Teilnahme der Restauratorinnen E. Fodor, E. Harsányi, Zs. Kurovszky, G. Makoldi, K. Szakai durchgeführt. Ich möchte meinen Dank für ihre Mitwirkung nochmals aussprechen. 78 ACTA •ARCHAELOGICA "BRK ÏETION ' h SI •

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