Borhy László szerk.: Acta Arheologica Brigetionensia. A római kori falfestészet Pannóniában. Komárom, 1998.

A konferencia előadói és résztvevői - 1. Római falfestészet a nyugati provinciákban: Gallia, Germania, Nyugat-Pannonia - GUDRUN VETTERS (WIEN): DIE RÖMISCHE WANDMALEREI IM ÖSTERREICHISCHEN TEIL PANNONIES

DIE RÖMISCHE WANDMALEREI IM ÖSTERREICHISCHEN TEIL PANNONIENS 1. Amphitheater von Carnuntum Am Ende des vorigen Jahrhunderts wurde das Lageramphitheater sowie das im Westen anschließende Nemeseum unter der Leitung von Hauser und Tragau ausgegraben. 19 Aus dem Bereich des Nemeseums stammen eine Reihe von Malereifragmenten, die nur mehr zum Teil im Museum Camuntinum aufbewahrt werden. Die Reste zeigen ein Bordürenmuster bestehend aus Leiern, die in Lichtocker auf roten Grund gesetzt sind. Sehr dekorativ erscheinen weiße Blüten auf rotem Grund. (Abb. 5 unten). 20 2. Amphitheater von Carnuntum Beim 2. Amphitheater von Carnuntum sind einige Stücke mit Streifen in Dunkelrot, Lichtocker, Smaragdgrün und Schwarz sowie der Rest einer Marmorierung in Schwarz auf fraise Grund gefunden worden (Abb. 2 1 - o). Unter den Fragmenten fanden sich auch die Reste einer Hand (Abb. 2 i) sowie die Tatze eines Raubtieres (Abb. 2 k). Nach Miltner stammen die Malereireste aus dem Radialraum hinter dem Zwinger, der vielleicht als Nemesisheiligtum gedient hat. Die Marmorimitationen stehen denen aus dem Nemeseum von Aquincum nahe. 21 Die Datierung dieser Reste erscheint schwierig, da das Theater wahrscheinlich schon in hadrianischer Zeit erbaut und bis in das 4- Jh. benutzt wurde. 22 Im Kastellbad des Auxiliarkastells 23 wurden Reste einer ornamentalen Wandmalerei in Form von Zirkelblumen gefunden. Jeweils vier Kreise schneiden einander in einem Punkt. In den dadurch entstehenden Quadraten mit konkaven Seiten ist jeweils eine sternförmige Blüte eingeschrieben. 24 Das Bad dürfte bereits in der ersten von Stiglitz festgestellten Bauphase des Kastells aus Stein erbaut worden sein (2. Jh.). Große Schäden an dem Bad entstanden im 4- Jh. durch ein schweres Erdbeben. Bäderbezirk In der Nähe von Bad Deutschaltenburg lag eine größere antike Badeanlage. Bei dieser Grabung wurden zahlreiche Wandmalerei Reste gefunden, die jedoch im Laufe der Jahre zum größten Teil zerfallen sind. Der Ausgräber der Anlage von Groller stellte ein Modell mit rekonstruierter Wandbemalung her, das jedoch in den Wirren der Nachkriegszeit 19 M. Kandier, 100 Jahre Österreichisches Archäologisches Institut 1898-1998, FCarn (1997) 30-31. 20 H. Brandenstein, Wandmalerei aus Carnuntum II. Teil, CJb 1961/92, 8-9, Taf. I g-o. 21 L. Nagy, Die römisch-pannonische dekorative Malerei, RM 41, 1926, 111 (mit älterer Literatur). 22 H. Brandenstein, loc. cit., 26-27, Taf. III a-h; W. Jobst, Provinzhauptstadt Carnuntum (1983) 103; M. Kandier, 100 Jahre Österreichisches Archäologisches Institut 1898-1998, FCarn (1997) 47-49. 2, N.N., Bad des Auxiliarkastell Petronell-Carnuntum, Mitteilungen des Museumvereins Petronell-Carnuntum 2/1, 1990; S. Jilek, H. Stiglitz, Carnuntum Auxiliarkastell Bd. 1. (Sonderschriften des Österreichischen Archäologischen Instituts Bd. 29) (1988) 64 f, Abb. 43. 24 A. Barbet et al., Imitations d' opus sectile et decors a reseau, Essai de terminologie, Bulletin de Liaison N° 12, 23 c, wobei jedoch anstatt der Kreuze die sternförmigen Blüten dargestellt sind. ACTA "ARCHAELOGICA«BRIGETIONENSIA 65

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