Gulyás Katalin et al. (szerk.): Tisicum. A Jász-Nagykun-Szolnok megyei Múzeumok évkönyve 27. (Szolnok, 2019)

Régészettudomány - Bocsi Zsófia et al: A keresztespüspöki (Mezőkeresztes II.) római katolikus templom történetének összefoglalása és szondázó falkutatása

TISICUM XXVII. ZSÓFIA BOCSI - GYÖNGYI FAZEKAS - MIHÁLY GIBER - KRISZTIÁN ANTAL SZILÁGYI: Geschichtliche Zusammenfassung und Bauhistorische Untersuchung (mit Sondagen) der Römisch-Katholischen Kirche in Keresztespüspöki (Mezőkeresztes II.) Keresztespüspöki ist heutzutage nicht selbstständige Siedlung, son­dern sie ist seit 1950 der westliche Ortsteil der Stadt Mezőkeresztes (im Nordosten Ungarns, Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén). Die römisch­­katholische Kirche in Keresztespüspöki hat teils mittelalterlicher Ur­sprung. Die urpsüngliche Kirche wurde während der Türkenkriege, in den 16-17. Jahrhunderten, in der Zeit der mehrmaligen Zerstörungen des Dorfes, völlig ruinös. In der Mitte des 18. Jhs., während der Zeit des Gräfes Ferenc von Barköczy, Bischof von Eger (Erlau), wurde eine Kapelle mit dem Aufbau auf den noch stehenden Gebäudeteilen und Mauern der mittelalterlichen Kirche errichtet. Diese Kapelle ließ Graf Károly von Esterházy, Bischof von Eger, in der zweiten Hälfte des 18. Jhs., mit dem Zubau eines Schiffes und eines Turmes erweitern. Unter dem westlichen Teil der Kirche wurde auch eine Krypta gebaut. So formierte sich die heutige Ansicht der Kirche (die gotische Ansicht des Chores mit der Apsis wurde sich bewahren, aber die anderen Teile der Kirche zeigen Barockstil). In und auf der Kirche wurden mehrmals Bauarbeiten mit verschiedenen Maßen vollendet, aber diese Arbeiten bedeuteten „nur” die Renovierungen, sowie die Sanierungen des ste­henden Gebäudes, und keinen völligen Umbau der Kirche. Die größten Renovierungsarbeiten passierten im Jahre 1874 und in der 1980-er Jahren. Während unserer am Ende des Jahres 2017 an den äußeren Fassaden vollendeten Bauforschungen (nur mit Sondagen!) konnten wir den mit­telalterlichen Ursprung nicht nur im Fall des Chores sondern auch im Fall der Sakristei erweisen. Wir fanden mittelalterliche Mauerteile und auch die Reste eines mittelalterlichen Fensters an der südlichen Au­ßenseite des Chores, aber die Originalität der Spitzbogenfenster in der Apsis wurden fraglich. Wegen der beschränkten Möglichkeiten kann man mit dem Gefundenwerden weiterer mittelalterlichen Resten und Details nur während der zukünftigen Renovierungsarbeiten rechnen. 84

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