Gulyás Katalin et al. (szerk.): Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 23. (Szolnok, 2014)

Régészet - Prohászka Péter: Nyugat- és keletrómai V. századi aranypénzek a Kárpát-medencéből

PROHÁSZKA PÉTER: NYUGAT- ÉS KELETRÓMAI V. SZÁZADI ARANYPÉNZEK A KÁRPÁT-MEDENCÉBŐL Nach dem Sturz des Hunnenreiches zahlte die oströmische Regierung verschiedene Summen an die Gépidén, Ostgoten und Sveben. Das Jahresgeld betrug aber nur 100 Pfund Gold. Diese Summe konnten die Ostgoten zwischen 457 und 473 auf 300 Pfund erhöhen. Zu diesen Jahresgeldern könnten die Solidi von Leo I. und Zeno gehören, die jedoch in geringer Zahl und sehr verstreut Vorkommen. Von den zehn Goldmünzen des Leo I. kann man neun bestimmen, die alle 462/466 geprägt wurden. Demzufolge erhielten die Völker nicht schon seit 457, sondern erst ab 462 Gold aus Byzanz. Leider wissen wir nicht, ob die Zahlungen als einmalige Summe oder jährlich getätigt wurden. Drei Solidi wurden in Thessalionike und sechs in Konstantinopel geprägt. Neben Streufunden sind auch einige Münzen aus den Schatzfunden von Kiselyk und Firtos bekannt. Die Verbreitung der Solidi des Zeno ist ähnlich wie bei Leo I.. Von den 13 bekannten kann man nur sechs bestimmen, die alle in Konstantinopel geprägt wurden. Eine Konzentration fällt gerade in Anbetracht der neu veröffentlichten Münzen in das Siedlungsgebiet der Gépidén, die zu dieser Zeit enge Kontakte mit Ostrom pflegten. Das Karpatenbecken geriet nach der Schlacht am Nedao (455) in die oströmische Einflusssphäre, weshalb die Regierung in Konstantinopel mit Hilfe von Geschenken und Jahresgeldern ihren Einfluss auf die hier lebenden Völker sichern wollte. Dies spiegelt sich auch im Münzverkehr. Die Ansiedlung der Hunnen im Karpatenbecken hat einen vorher nie dagewesenen Goldreichtum im archäologischen bzw. numismatischen Fundmaterial zur Folge. Die Ursache dieses Reichtums war sowohl das West- als auch das Oströmische Reich, die durch Geschenke und Jahresgelder die Gunst der hunnischen Könige erkaufen wollten. Die Zahl der Solidi fiel nach 455 ab, trotzdem zeigen die Münzen, dass die Region für die byzantinische Außenpolitik weiterhin wichtig war. Eine Veränderung dieser Verhältnisse brachten erst die Awaren nach 568, die mit Methoden ähnlich denen der Hunnen immer höhere Summen aus der byzantinischen Regierung pressen konnten und so hinsichtlich der archäologischen und numismatischen Funde ein neues „goldenes Zeitalter” im Karpatenbecken einleiteten. Übersetzt von dem Autor 73

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