Gulyás Katalin et al. (szerk.): Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 22. (Szolnok, 2013)
Történettudomány - Havassy Péter: A gyulai várostromok hadtörténelmi érdekességei
TISICUM XXII. - TÖRTÉNETTUDOMÁNY Péter Havassy Die kriegsgeschichtlichen Interessanten der Gyulaer Burgangriffe Der erste bewertbare Kriegszusammenstoß spielte sich zur Zeit des vom Szekler György Dózsa geführten Bauernkrieges im Jahre 1514 in der Stadt und in der Umgebung der Burg ab. Das Kreuzheer konnte die Burg nicht erobern. Der zweite Angriff kam 1529 an die Reihe: die Stadt und die Husarenburg wurden vom Várader Bischof, Imre Czibak auch erobert und die Burg von ihm umlagert. Die Wache der Burg war in ziemlich geringer Zahl, sie bestand insgesamt aus 37 tschechischen und 15 ungarischen Soldaten, sowie aus einigen Bürgern von Gyula, aber die Verteidiger verfügten über eine relativ große Feuerkraft. Die in der Burg stecken gebliebene Wache verlangte einen Waffenstillstand mit 75 Tagen. Während dieser Zeit kam es aber von Georg von Brandenburg keine Hilfe an, so übergaben die Verteidiger 1530 die Burg. Im letzten Kriegszug des Sultans Suleiman vom Jahre 1566 stand eine aus entscheidend ungarischen, chroatischen, serben und deutschen Soldaten bestehende 2000köpfige Verteidigungsarmee gegen die Angreifenden mit etwa 30-40 000 Soldaten. Die äußere Burg wurde von der Wache beinahe 28 Tage lang heldenhaft behalten. Am 2. September zogen die zurückgebliebenen etwa 500 Burgverteidiger heraus, wo trotz der Verhandlung sie von den Türken angegriffen wurden und wo der Hauptkapitän Kelecsényi festgenommen wurde, er wurde später in Beograd hingerichtet. Keine von den ungarischen Burgen konnte 62 Tage lang die osmanischen Heere aufhalten: der Gyulaer von den türkischen Burgsangriffen von Ungarn dauerte am längsten! Zur Zeit der Zurückeroberungskriegen von den Jahren 1693 und 1694 hungerten schon die Türken infolge der Umlagerung der Burg, deshalb entschied sich der Befehlshaber, Pascha Mechmed für die Kapitulation. So zogen die christlichen Truppen am 12. Januar 1695 in die Burg, die nach 129 Jahren wieder zur königlichen Festung wurde, ein. 1705, zur Zeit des Freiheitskrieges von Rákóczi, umlagerte Sándor Károlyi, kommandierender General der Kurutzen jenseits der Theiß am 31. Mai mit etwa 6000 Soldaten die Burg, die von beinahe 500 serbischen und deutschen Infanteristen verteidigt wurde. Mit seinen primitiven Kanonen ließ er die Mauern umsonst schießen, sie machten wenig Schaden darin. Die Mauern stürzten nicht einmal nach der Unterminierung zusammen, sie bekamen bloß bis zu ihren Grundfesten Risse, so ist der geplante Sturm gescheitert. Der letzte Akt der Burg vom militärischen Gesichtspunkt aus war der Angriff der sich Kurutzen nennenden Békésszentandráser Aufständischen vom Mai des Jahres 1735. Der Untergespan Mátyás Klösz und seine Soldaten lehnten die Übergabe ab. Nach mehreren erfolglosen Stürmen zogen die Angreifenden weg. Zusammenfassend ist es festzustellen, dass die Burg Gyula nie von den Feinden besessen wurde, sie wurde von ihren Verteidigern in allen Fällen einfach aufgegeben. 476