Gecse Annabella et al. (szerk.): Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 18. (Szolnok, 2009)

Történelem - Berta Ferenc: Gyógyszerészek, gyógyszertárak Szolnokon

Tisicum XVIII. Ferenc Berta Apotheker, Apotheken in Szolnok lm Laufe der Geschichte wurden die Heilung und die Wis­senschaft der Pharmazie miteinander zusammengewach­sen. Es war besonders bis da so, solange die Ärzte selber, in Mangel an öffentlichen Apotheken, die relativ gut ausge­statteten s. g. Hausapotheken mit den von ihnen gefertigten Arzneien unterhielten. Die mit den Medikamenten geführten Tätigkeiten wurden als Ergebnis eines allmählichen Vorgan­ges von der heilenden Arbeit des Arztes weggerissen und wurden zur selbstständigen Arbeit und dem geschätzten Beruf. In Ungarn arbeiteten schon Krankenhäuser zur Zeit des Königs Stefan des Heiligen in Pécsvárad, Pannonhalma, Bakonybél - in den damals als ersten zustande gebrachten Klöstern in denen neben dem heilenden Arzt Gehilfe, der „Urapotheker”, der zur Hinweisung des Arztes die benötigten Arznei fertigte, tätig war. Die erste öffentliche Apotheke wur­de im 13. Jahrhundert in Buda eröffnet. Ein Teil der ersten öffentlichen bürgerlichen Apotheken war die s. g. städtische Apotheke, aber infolge der Kriege und der häufigen fremden Besatzung wurde es in Ungarn ständig nötig, auch Kriegsapotheken zustande zu bringen. Eine solche war auch in Szolnok in Betrieb, weil dieser Ort eine ausgesprochene Militärstadt war. Die erste bürgerliche Apotheke wurde zwischen 1775 und 1779 in Szolnok, in der Kammerstadt, wo Viele von weiter Umgebung Medikamente abholten, eröffnet. Der erste be­kannte örtliche Apotheker hieß Ferenc Agnelly in den 1830er Jahren, dann der auch als Heimatsverteidiger kämpfende Ignác Wagner. Die zweite Apotheke der Stadt hat im Jahre 1879 mit dem Namen Roter Kreuz ihre Türen geöffnet, was bei ihr interes­sant sein kann, dass ihr Rechtsnachfolger mit dem Namen Weißer Kreuz auch heute in Betrieb ist, also kann man ihrer Geschichte bis zu unseren Tagen auf den Spuren folgen. Es ist wahr, dass sie während der Zeiten ihren Platz gewechselt hat, aber ihr damaliges Gebäude mit anderer Funktion immer noch aufbewahren geblieben ist. Heute vervielfachte sich infolge der gewachsenen Bewoh­nerzahl und der Entwicklung die Zahl der Apotheken, aber als Zeuge der bewegten Vergangenheit und als ausgezeichnetes Andenken der Geschichte der heimatlichen Pharmazie be­dient uns die zweite, heute schon als historische Gedenkein­richtung zu betrachtende Apotheke. Obwohl ihre ursprüngli­che Ausstattung historischen Wertes durch die Zeit zerstreut wurde, konnte ihre Geschichte in der Erinnerung erfolgreich aufbewahrt werden 188

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