Tárnoki Judit szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 19. (2009)
Régészettudomány - Kelemen Angéla - Egy Árpád-kori településrészlet ismertetése Szolnok-Alcsi-sziget lelőhelyről
Tisicum XIX. zwei Typen eingereiht werden. Die Wandbruchstücke, die vielleicht zum selben Kessel gehören, sind mit Kiesel gemagert und von rotbrauner Farbe, ihre Oberfläche ist rau. Das Randbruchstück ist gelbbraun, mit Kiesel gemagert und besitzt eine grobe Oberfläche. Die vierte Gruppe besteht aus Bruchstücken der weißen Keramik. Das Material ist gröber und kieseliger als die in den späteren Jahrhunderten bekannte weiße Keramik. Das Bruchstück war nicht vollkommen durchgebrannt und in Folge dessen besitzt eine schlechtere Qualität. Es wurde auf der langsamen Töpferscheibe gedreht und durch das Aufeinandersetzen von Tonrollen angefertigt. Seine Farbe ist eher rosa, das Bruchstück unterscheidet sich also nicht nur in der Farbe, sondern auch in seiner Ausführung von den klassischen spätmittelalterlichen weißen Keramikfunden. Zwei charakteristische grauweiße Bruchstücke erinnern uns eher an die unter Reduktion gebrannte Keramik. Ihr Material ist grob und kieselig, sie sind mittelmäßig gebrannt und mit weitem Schneckenmuster dekoriert. Weitere Funde: Bei der Freilegung des Herdes aus dem Befund Nr. 2. ist ein Rindschädel ans Tageslicht gekommen. Den Fund interpretierte der Ausgräber als Giebeldekor. Die aus den Befunden ans Tageslicht gekommene Gegenstände deuten unmittelbar auf das tägliche Leben der in der Siedlung Lebenden hin. Ein interessanter Fund der mangelhaften und keineswegs vielfältigen Fundverbandes - ähnlich anderer árpádenzeitlichen Fundplätze - die beinernen Schlitten, die aus der Füllung des zweiten Befundes freigelegt wurden. Datierung: Anhand der oben untersuchten Keramikfunde datiere ich das Leben der Siedlung in die 12-13 Jahrhunderte. Als Grund zum Aufgeben der Siedlung fand ich keine unbestreitbare Beweise. Es gibt keine Spuren weder von äußeren, auf Gewalt hindeutenden Eingriffe, noch Brandspuren. Die Siedlung wurde einfach aufgegeben, aber auch die Folgen des Tatarensturms können in Betracht gezogen werden Eine spätere Untersuchung des Fundplatzes könnte weitere Fragen beantworten. Die Darstellung des árpádenzeitlichen Siedlungsteiles aus Szolnok-AIcsi-sziget erweitert unsere Kenntnisse hinsichtlich der árpádenzeitlichen Siedlungsforschung. Trotzt dass die Umstände der Rettungsgrabung eine durchgehende Analyse nicht ermöglichten, können die oben besprochenen Ergebnisse durch weitere Untersuchungen später ergänzt werden. | 356