Tárnoki Judit szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 19. (2009)
Régészettudomány - Fodor István - A turbinói bronzkés ismeretlen fotója Pósta Béla fényképgyűjteményében
Tisicum XIX. István FODOR Das unbekannte Foto des Bronzemessers von Turbino in der Sammlung von Béla Posta Das 16-15. Jh. v. Chr. stellt eine besonders wichtige Periode in der Geschichte der osteuropäischen Bronzezeit dar, als hier aus Westsibirien gekommene Meister der Bronzekunst erscheinen, und Bronzegeräte von hervorragender Qualität und von hohem künstlerischen Niveau herstellen, die sog. Bronzegegenstände vom Seima-Turbino-Typ. Eines der wichtigsten Exemplare dieser prachtvollen Gegenstände ist das 1890 im Gräberfeld Turbino II. bei Perm gefundene 35 cm lange Bronzemesser, dessen Knaufaufsatz drei SchafFiguren zeigt. Das Stück gelangte kurz nach seiner Auffindung ins Museum von Jekaterinburg (Swerdlowsk), wo es 1946 in der Ausstellung verschwand. Vom Messer ist kein einwandfreies Foto erhalten geblieben, das bis jetzt eine Exemplar ist im Archäologischen Institut von St. Petersburg aufbewahrt, deshalb veröffentlichte 0. N. Bahder (1964) das verloren gegangene Messer auf Grund einer Zeichnung von F. A. Teplouhov aus der Publikation von A. A. Spitsyn, mit gewissen Korrektionen (Abb. 1). Seit dieser Veröffentlichung publiziert die internationale Forschung immer wieder diese gefärbte Grafik. Vor kurzem ist aber ein bisher unbekanntes Foto von dem erörterten Messer zum Vorschein gekommen, und zwar aus der aus Russland stammenden Fotosammlung des bekannten ungarischem Archäologen Béla Posta. B. Posta (1862-1919) war als Archäologe Mitglied (Abb. 2) der dritten Expedition (1897-1898) des Grafen E. Zichy und machte von den archäologischen Sammlungen russischer Museen besonders viele wertvolle Fotoaufnahmen. 2 9 Die Expedition hatte einen Aufenthalt in Jekaterinburg zwischen 23 und 27. Juni 1898 und zu dieser Zeit müssen die zwei Fotos von B. Posta entstanden sein, auf denen auch das Messer zu sehen ist (Abb. 3-4). Das eine Foto davon ist wahrscheinlich die Abbildung eines schon vorhandenen früheren Fotos. Auf einer Vergrößerung (Abb. 5) des Fotos 4 sind die Details des Messers recht gut zu beobachten (und zwar nicht jene Seite, welche bei 0. N. Bahder veröffentlicht wurde), z. B. die vermutbare Lötspur unten am Messergriff. | 126 29 BANNER János 1963.