H. Bathó Edit – Kertész Róbert – Tolnay Gábor – Vadász István szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 12. (2001)

Angaben zur Typologischen Verwertung der Steingeráte aus der Kupfer- und der Bronzezeit (Komitat Jász-Nagykun-Szolnok)

ÉVA CSONGRÁDI BALOGH ANGABEN ZUR TYPOLOGISCHEN VERWERTUNG DER STEINGERATE AUS DER KUPFER- UND DER BRONZEZEIT (KOMITAT JÁSZ-NAGYKUN-SZOLNOK) Das Material des Fundortes Besenyszög, Kenderes-Telekhalom, Kenderes-Kulis, Tiszaföldvár-Neufriedhof, das von den Steingeräten der Kupferzeit aus dem Komitat Jász-Nagykun-Szolnok hervorge­kommen ist, gehört zur Tiszapolgárer Kultur aus der frühen Kupferzeit. Das Steingerät aus Besenyszög ist ein geschlossenes Friedhofs­material, das fast ausschliesslich aus unretuschierten Klinken besteht. (6 Stücke ) Das entspricht dem allgemeinen typologischen Bild, dem nach das geblätterte Steinmaterial dieser Zeit seinen Cha­rakter betrachtend eine kleine und mittelgrosse Klingen herstellende Klingenindustrie sei. Unter ihnen gibt es insgesamt ein geometrisches Mittel und einen retuschierten Span, die auch schon von anderen Fundorten der Tiszapolgárer Kultur bekannt sind. In der Tiszapolgárer Kultur konnten diese geometrischen Mittel - in Mangel an klassischen Pfeilspitzen - annehmlich als Pfeilspitzen dienen. Ihr Rohstoff ist meistens durchsichtliches graubraunes Feuerstein. Katalin Т. Biró nach ist dieser Rohstoff mit dem Rohstoff bester Qualität des Prut-Gebietes von den nördlichen Feuersteinern zu identifizieren. Wegen der starken Patina an den Besenyszöger Mitteln ist die Abnützungsspur leider an keinem Mittel zu prüfen. In Kenderes-Kulis kam ein Gerät hervor, das den Übergang einer geraden Kratzeklinge - abgestutzter Klinge zeigt, bzw. eine Kratze mit schiefer Arbeitsschärfe an retuschierter Klinge auch aus dem Gelände der Tiszapolgárer Kultur. An diesem letzteren Gerät gibt es Gebrauchslicht mit Augen zu sehen, aber auch die Verschleissprüfung hat es gezeigt, dass es unter der Kratzeschärfe einen sehr schwa­chen, auf das Berühren mit trockener Leder hinweisenden Abglanz gibt. Beide Geräte sind gründlich und schön bearbeitet. Ihr Rohstoff ist Hydroquarzit, durchsichtliches graubraunes Feuerstein. Aus Kenderes-Telekhalom, dem Gelände der Tiszapolgárer Kultur kamen die Bruchstücke drei unretuschierter Klingen und eine vertiefte Klinge hervor. Die Geräte können vermutlich aus einem Rohstoffblock entstammen. An zwei unretuschierten Klingen davon ist Sichellicht zu sehen, an den anderen zwei Geräten hat es keine aus Gebrauch entstandene Abnützungsspur gegeben. Aus dem Tiszaföldvár-Neufriedhof, dem Gelände der Gruppe von Kisrétpart der Tiszapolgárer Kultur stammen die Steingeräte. Unter den Steingeräten werden eine kurze Kratze mit Bogen und zwei unretuschierte Späne bewahrt. Der Verschleissprüfung nach sind die Spuren der Berührung mit Holz an mehreren Stellen der Kratze zu sehen. Im Steingerätbestand der Fundorte der geprüften Kultur von Bod­rogkeresztiir aus der mittleren Kupferzeit (Jászladány, Pusztaistván­háza) dominieren die unretuschierten Klingen. In grösserer Zahl sind auch retuschierte Klingen hervorgekommen. Der Tiszapolgárer Kultur ähnlich ist das Steingerätmaterial der Bodrogkereszturer Kultur und seinen Charakter betrachtend ist es das Produkt der mittlere, lange und schmale Klingen herstellenden Klingeindustrie. Unter den Steingeräten der mittleren Kupferzeit kommen schon die klassischen Pfeilspitzen vor, die meistens dreieckförmige Pfeilspitzen mit bifazialer Bearbeitung sind. Es gibt kein in der frühen Kupferzeit häufiges geometrisches Steinmittel unter ihnen. In der Bronzezeit können wir Steingerätproduktion in grösserer Menge gar nicht mehr annehmen, es ist jedoch beachtenswert die Verwendung der Steinbearbeitung, die auf ausdrücklich hohes techni­sches Niveau hinweist, wie es im Falle der Bearbeitung mancher Steingerät aus der Bronzezeit zu erfahren ist. Im Fundmaterial des Teilgeländes von Tószeg ist die charakte­ristische Gruppe der Späne und Klingen mit Sägeschärfe und ohne Sägeschärfe mit bifazialer Bearbeitung zu beobachten. Es scheint von einem allgemeinen Typ zu handeln (Bia, Nagykálló, Szigetszentmiklós, Tószeg), der in den Geländen aus der Bronzezeit als Typ allgemein vorkommt. An einem Teil von ihnen sind Abnützungsspuren, die durch Pflanzenteilschnitte entstanden sind, zu finden, es gibt unter ihnen auch einige, an denen es keine Abnützungsspuren gibt. Der andere bedeutende Typ - seine Anzahl ist zwar wenig, aber auch die anderen Typen lassen sich nur mit je einem Exemplar vertreten - ist die zur Bronzezeit allgemein gebrauchte, bifazial bearbeitete, an ihrem Grund hohl retuschiert abgestutzte Pfeilspitze. (Typ 1/a) Der an ihnen gemachten Verschleissprüfung nach entstand eine Absplitterung an ihren distalen Spitzen bei ihrem Gebrauch, die durch eine Grabsticheis­blätterung Zustandekommen konnte. Aufgrund des obigen Beispiels und der typologischen Eigenschaften der in dieser Studie nicht erwähnten, aber schon geprüften Steinmittel leben zwei Typen ­neben den sporadisch noch vorhandenen anderen Steingerättypen - in der Bronzezeit weiter. Der eine ist der meistens mit Sägeschärfe versehene Span, bzw. Klinge mit bifazialer Bearbeitung. Diese letztere kommt in viel weniger Zahl vor. Diese sind meistens aus dem s.g. Budaer Hornstein ange­fertigt, unter ihnen kommen auch sehr schön und gründlich bearbeitete Exemplare vor. Der andere Typ ist die Gruppe der Pfeilspitzen. Diese sind eben so, wie die Pfeilspitzen aus der Bronzezeit - annehmlich nur aus der mittleren Bronzezeit -, dreieckförmig, mit bifazialer Bearbeitung, ihr Grund ist meistens hohl. Sie sind aus Obszidián oder Feuerstein gemacht. Von den Pfeilenspitzen, die von den Fundorten aus der Bronzezeit hervorgekommen sind, kann man vom Gesichtspunkt der Form und der Technologie aus mehrere Gruppen unterscheiden. 105

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