H. Bathó Edit – Kertész Róbert – Tolnay Gábor – Vadász István szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 11. (1999)

Daten vom Volksrecht im Buch der Szekszárder Töpferzunft (1726-1816)

JANKA TEODÓRA NAGY DATEN VOM VOLKSRECHT IM BUCH DER SZEKSZARDER TOPFERZUNFT (1726-1816) In der immer mehr differenzierten Forschung vom gegliederten, gemeinschaftlichen Verbindungssystem von Dörfern fiel eine immer wichtigere Rolle der ethnographischen Anschauung sowie den Daten in Verlauf der organisierten rechtlichen Volkslebenforschung und der eigenen Untersuchungen zu. Wir möchten nun mit unserem Artikel zu den Forschungen beitragen, indem die Angaben -in erster Linie aus dem 18. Jh.­hinsichtlich der rechtlichen Volkskunde von der Szekszárder Töpferzunft (1726-1816) aufgezahlt werden. Die Aktenmaterialien der Szekszárder Zünfte sind ziemlich mangelhaft: im Rahmen der Vereinheitlichungsstrebung der Neuorganisierung der Handwerkerzunft war der grösste Teil der 1761 eingeforderten Zunftprivilegien zu den Zünften nicht zurückgelangt oder er war zur Zeit des Grossbrandes 1794 zunichte geworden. Die Geschichte der Töpferzunft, welche für eine glückliche Ausnahme zu halten ist, ist bis heute kaum verarbeitet. In der geschichtlichen Übersicht über die Zünfte von Szekszárd berührte Flóra Hangel ihre Betätigung einigermassen, aber in Ermangelung an Duellen befasste sie sich mit ihren Betätigungen nicht. In Kenntnis der neueren Forschungen wissen wir schon darüber Bescheid, dass die Vertreter von dem Handwerkergewerbe mit einer der grössten Vergangenheit des Marktfleckens im Jahre 1718 ihren Zunftbrief bekamen. Die Bedeutung des ab 1726 datierten Zunftbuches, die sich als die detaillierteste Duelle auf die frühe Geschichte dieser Zunft beziehet und bisher nicht vollstöndig verarbeitet wird, besteht námlich nicht nur darin, dass es mehr als hundert Szekszárder Töpfernamen von 1726 bis 1816 ( laut der wirklichen Eintragungen bis 1831 bzw. aufgrund etlicher Ergänzungen bis an die 1910er Jahre) verwahrt, sondern es berichtet über den Alltag des Zunftlebens auch. Unter den aufs Recht bezüglichen Daten der Szekszárder Töpferzunft wurden in erster Linie im Zusammenhang der Einweihung der Meister beim Anschluss von Gruppen der Vereinbarungsbrief und die Zunfteide der Meister publiziert. Ferner versuchten wir die Daten zu veröffentlichen, die sich im Zunftbuch auf die Gewohnheit von der Paten-und Namenwahl unter den Zunftknechten beziehen, ausser der Übersicht der in Zunftsammlungen getroffenen Entscheidungen sowie der durch die Meister begangenen Übertretungen. Das alles erzielte in erster Linie auf die Bedeutung des Zunftbuches als Duelle aufmerksam zu machen, indem aufgrund dieser Daten die gegebene Epoche sowohl aus dem Aspekt von der Rechtsgeschichte als auch der Gesellschaftsethnologie differenzierter, abgetönter gekennzeichnet werden kann. 135

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