Szabó László – Tálas László – Madaras László szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 10. (1997)

Szabó László: A paraszti munka méltósága

Kenyeres Ágnes (szerk.) 1986 Kulturális kisenciklopédia. Budapest Kós Károly, úr. 1980 Eszköz, munka, néphagyomány. Bukarest Nagy Olga 1989 A törvény szorításában. Budapest Paliasz Nagy Lexikona 3. kötet Szabó László 1970 A társadalomnéprajz alapvető kérdéseiről. Szolnok 1985 Ünnepre való készülődés a Tiszazugban. In: Vallási néprajz 2. (szerk.: Dankó I. — Küllős I.). Budapest 1993 Társadalomnéprajz. Debrecen Tánczos Vilmos 1996 Keletnek megnyílt kapuja. Kolozsvár Tomka Miklós — Goják Pál (szerk.) é.n. Az egyház tanítása. Dokumentumok. Budapest Török József 1990 Szerzetes- és lovagrendek Magyarországon. Budapest Vajkai Aurél 1948 A magyar nép természetismerete. Budapest Weber, M. 1982 A protestáns etika és a kapitalizmus szelleme. Budapest LASZLO SZABÓ DIE WÜRDE DER BÁUERLICHEN ARBEIT Der Verfasser bescháftigt sich seit 1961 mit der Volkskunde der Arbeit aus gesellschaftlicher Hinsicht. Diese Studie ist eine Zusammenfassung seiner bisherigen Forschungen. Der Verfasser bescháftigt sich zuerst mit der Ethymologie des Wortes Arbeit in den verschiedenen Sprachen, dann vergleicht er die materialistische und christ­liche Interpretierung der Arbeit. Aus der ethymo­logischen Untersuchung des Wortes stellt sich heraus: aus der ursprünglichen, neutralen Bedeu­tung 'tun, machen' konnten sich die Auffassung der Arbeit als Qual, Belástigung, dann ihre Unter­scheidung von dem schaffenden ProzeG. ausbil­den. lm zweiten TeiI versucht der Verfasser den Begriff und die Universalitát der báuerlichen (lei­beigenen) Arbeit zu bestimmen. Die Leibeigen­schaft (dann das Bauerntum) assimilierte den gesellschaftlichen Zwang, die stándige Pression des Mittelalters zu seinem eigenen Morál, zu sei­ner höchsten moralischen Forderung. So kann die báuerliche Arbeit mit dem Begriff der ökonomisch bestimmten, zweckmáí3>igen und nützlichen Tátig­keit gleichgesetzt werden. Der Begriff der báuer­lichen Arbeit enthált alles, was das Bauerntum aus der Hinsicht seiner Lebensart und Auffassung für eine nütziiche Tátigkeit hált, unabhángig davon, was die Ökonomie darüber sagt. Für das báuer­liche Weltbild ist die Universalitát mittelalterlicher Herkunft charakteristisch, in der Mitte seiner Welt stehen die Arbeit physisch, der Glaube geistig, und diese beiden zusammen schafften diese Uni­versalitát. Dieser Galube ist erschüttert, und so wurde die Arbeit wieder zur Pflicht, Belástigung. Das führte zur Auflösung der báuerlichen Ge­meinschaften. lm folgenden TeiI geht es um die verschiedenen Dimensionen des Rythmus der báuerlichen Arbeit: die eintönige Arbeit wurde durch die Arbeits- und Feiertage, durch die Jahreszeiten, durch den táglichen Rythmus, durch die gemeinsamen Arbeiten und durch die familiáre Arbeitsverteilung gegliedert. Dieses letztgenannte ist sehr wichtig, der Bauernbetrieb ist ja praktisch mit dem Familienbetrieb gleich. Die Ereignisse der Neuzeit vernichteten die Familie selbst und diesen Betrieb so, dafi er wegen des Mangels der Bauernfamilie heute nicht mehr belebt werden kann. Dieser Familienbetrieb besteht aus mehre­ren, miteinander verbundenen Betriebseinheiten, und das System der Verbindungen ist für eine Gemeinschaft ebenso charakteristisch wie die Bauweise und die Tracht. Eine der grófién Fragen unserer Zeit ist, ob es heute noch Bauerntum gibt. Unsere Antwort lautet: ja, da das alté Arbeitsmoral, die Éhre der Arbeit, die das Bauerntum auch in die Stadt mitgebracht hat, und die zu Norm der neuen Gemeinschaft wurden, auch heute zu entdecken sind. 153

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