Madaras László – Tálas László – Szabó László szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 9. (1996)

Attila Kiss: Eine Gepidische Goldperle aus dem Drittel Viertel des 5. Jahrhunderts von Tiszaföldvár (Egy, az V. sz. II. negyedére keltezhető gepida aranygyöngy Tiszaföldvárról)

'zylinderförmigen' 20 Gegenstände von achteckiger Prismenform aus Grab II von Apahida sowie die acht— bzw. 12—eckigen prismenförmigen Köpfe der sechs Pendilien 21 aus Grab I von Apahida — die in ihren Grundlösungen einander analog sind (vgl. Tabelle 1) — boten die Möglichkeit, einen vor langer Zeit erworbenen Gegenstand im Besitz des Ungarischen Nationalmuseums zum zweitemal in den gepidischen Fundstoff einzureihen. Den Gegenstand hatte nämlich D. Csallány in seiner 1961 erschienen Arbeit bereits in den Gepiden­corpus 22 aufgenommen, jedoch ohne dessen Zeichnung oder Foto zu veröffentlichen, bzw. ohne dessen chronologischen Platz innerhalb der Gepidenzeit zu bestimmen. 23 Es handelt sich um eine zylinderförmige, kom­pakte Goldperle mit in der Mitte durchgehendem laufenden Rippe befindet sich ein je aus 3 Drähten bestehender Überzug. Die Drähte sind zusammen breiter als die unter ihnen liegende Rippe und dementsprechend ist obere Rand der von den Rippen umgegeben — in allgemeinen — quadra­tischen Zellen "geschlossener" als Boden der Zellen. Die auf die Rippen gelötete Drähte dienen also eigentlich als Fassung. Gegenwärtig fehlt aus den Fassungen die Klebmasse bzw. die von ihr gehaltenen 14 Steine. Wir müssen uns den Gegenstand also ursprünglich in Cloisonné-form vorstellen. L: 1,65 cm, Dm: (in der Mitte) 1,4 cm. Lochdm: 0,55 cm. Den Gegenstand erwarb das Museum durch Anknauf von Fülöp László. Fundort: Tiszaföldvár. Inv. Nr.: Ungarisches Nationalmuseum, 1/1904. (Abb. 1) Abb. 1. Die Goldperle von Tiszaföldvár (3:1) 1. kép. A tiszaföldvári aranygyöngy rajza Loch. Auf der äußeren Oberfläche des Zylinders befinden sich sieben, zur Achse des Zylinders paralelle Rippen, die mit dem Zylinder in einem Stück gegossen sind, bzw. läuft in der Mitte des Zylinders eine Rippe rundum. Auf die 'untere' und 'obere' Fläche des Zylinders war je ein äußerer und innerhalb von diesem je ein innerer, vom Gebrauch sehr abgewetzter Perlenkettedraht ange­lötet. Auf einer Seite sind diese Drähte beschädigt. Auf die Oberfläche der an der Außenseite Zylin­ders befindlichen sieben Rippen und der rundum Über die Umstände der Auffindung enthielt weder das Inventarbuch noch der zeitgenössische Museumsbericht 24 irgendwelche Angaben. In Bezug auf den am 2. Januar 1904 gekauften Gegenstand findet sich in dem Hauptbuch des Nationalmuseums, 25 in dem die Korrespondenz des Jahres 1903 registriert ist, keine Spur eines Briefwechsels mit dem Verkäufer. Es ist also wahrscheinlich, daß F. László den Fund dem Museum persönlich verkauft hat. Über seine Person verfügen wir keinerlei Angaben, sein Name 20 HOREDT — PROTASE 1972 187 21 HAMPEL 1905 II. 42—43, III. 36; FETTICH 1953 145—147, Taf. XXI:3. XXIII:1—5; KISS 1987, KISS 1992b 40, Nr. 29; Goldhelm 1994 250, Nr. 102,1 22 CSALLANY 1961 214, Nr. 155 23 CSALLANY 1961 333 24 Jelentés 1904 35 25 Magyar Nemzeti Múzeum "Érem és Régiségtár, Levelezési napló 1902—1915" 118

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