Madaras László – Szabó László – Tálas László szerk.: Tisicum - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Múzeumok Évkönyve 8. (1993)

Ökrösné Bartha Júlia: Törökország mai szőnyegszövő háziipara

JÚLIA ÖKRÖSNÉ BARTA DAS HAUSGEWERBE DER HEUTIGEN TEPPICHWEBER IN DER TÜRKEI Die bisher erschienenen Publikationen und Beschreibungen stellten den orientalischen Teppich bloss in kunsthistorischer Hinsicht dar. In Wirklichkeit kann man auf dem Teppich alle wichtige Momente finden, die mit dem Leben, mit der Lebensart und mit dem Volksglauben des Menschen verbunden sind. Die Untersuchung des türkischen Teppiches in volkskundlicher Hinsicht ist wichtig und interessant nicht nur für die türkische, sondern auch für die ungarische Volkskunde. Die Ergebnisse der Forschungen in der Türkei sind auch mit Photos und Zeichnungen, die am Ort gemacht wurden, bestätigt. Die Sammlung von Kovanliki, die Farberei mit Pflanzen und die Analyse der Motive sind sehr interessant. Es ist wirklich spannänd, wie die sich verwandelnde türkische Gesellschaft die für die nomadische Lebensart charakteristischen Begriffe aufzubewahren versucht, wie sie das Leben auf dem Lande, die Volkssitten mit eigenartiger Ausdrucksweise formuliert. Die andere wichtige Sache ist, dass sich der Aufsatz nicht mit den in Kleinwerkstätten hergestellten Teppichen, sondern mit den zu Hause gewebten Teppichen beschäftigt. Von dem Standpunkt der türkischen Verzierungskunst her sind die eigenartige Symbolik der Farben, die Motive und die Herstellung des Teppiches sehr wichtig. Es stellt sich auch heraus, dass man aus den Teppichen aus Anatolien, das das Zentrum der verschiedenen Kulturen und Religionen ist, erfahren kann, wer den Teppich gewebt hat. So sind z.B. die Arabesken, die windenmässigen pflanzlichen Verzierungelemente die charakteristischsten Elemente der islamischen Kunst, und im Gegenteil dazu stellt uns die christliche armenische Kunst die märchenhafte Tierwelt des Orients dar. 406

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