Kaposvári Gyula szerk.: Szolnok Megyei Múzeumi Évkönyv (1978)
László Szabó: WORTGESCHICHTLICHER HINTERGRUND EINES GEGENSTANDES
Was kann also der Grund dafür sein, dass die Gabel, die im gazen Komitat von Wanderverkäufen — für Slowaken gehalten — hausierend oder auf den Märkten verkauft wurde, jenseits der Theiss magyarvilla (Ungarngabel), rechts der Theiss tótvilla (Slowakengabel) genannt wird? Warum steht diesem Typ entgegen der andere mit dem Adjektiv „német" (deutsch) in einem Ort, in anderem mit dem Bestimmungswort ja (Holz)? 1 3. Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir nachsehen, was die Tradition von den einzelnen Gabeltypen hält, worin der Unterschied zwischen ihnen unseren Informatoren nach besteht. Alle Informatoren wissen, dass die Holzgabel mit gespaltenen Zinken etwa um die Jahrhundertwende in grösserem Masse durch die Holzgabel mit angebeuten Zinken verdrängt wurde. Die heutigen 70—80 jährigen erinnern sich noch daran, dass ihre Grosseltern noch im allgemeinen die Gabel mit gespaltenen Zinken gebraucht haben. Die Gabel mit angebauten Zinken kam damals noch selten vor. Die zeitliche Verbindung der beiden Gabeltypen zeugt also davon, dass es die Gabel mit gespaltenen Zinken für das Gewöhnliche, Traditionelle, Alte gehalten war, die Gabel mit angebauten Zinken dagegen für das Neue, Spätere, Ungewöhnliche. 172