Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)
Vaday Andrea–Domboróczki László: Mezőszemere – Kismari-fenék. Késő-császárkori–kora-népvándorláskori temetőrészlet
Typ I: Weidenblattförmige Klinge von linsenförmigem Durchschnitt, die im unteren Sechstel bogig ist. Die Tülle ist kurz und geschlossen. Das Verhältnis der Klinge und Tülle ist 4/1. Typ II, Gruppe A: Weidenblattförmige Klinge von linsenförmigem Durchschnitt, die im unteren Viertel bogig ist. Die Tülle ist nach unten breiter, sie ist geschlossen. Das Verhältnis der Klinge und Tülle ist 1,5/1. Beim Zusammentreffen der Klinge und Tülle reicht die Tülle als Mittelrippe kurz in die Ebene der Klinge hinein. Kleinere und größere Exemplare kamen ebenfalls vor. Typ II, Gruppe B: Die weidenblattförmige Klinge ist im unteren Viertel bogig. Der Durchschnitt ist von flacher Drachenviereckform. Die Tülle ist nach unten ein wenig breiter, und ist geschlossen. 550 Das Verhältnis der Klinge und Tülle ist 1,5/1. Typ III: Weidenblattförmige Klinge von linsenförmigem Durchschnitt, die im unteren Drittel bogig ist. Die Tülle ist nach unten ein wenig breiter, und ist geschlossen. Beim Zusammentreffen der Klinge und Tülle reicht die Tülle als Mittelrippe kurz in die Ebene der Klinge hinein. Das Verhältnis der Klinge und Tülle ist 1,8/1. Typ IV, Gruppe A: Die Klinge ist kurz und von linsenförmigem Durchschnitt. Sie ist im unteren Drittel bogig. Beim Zusammentreffen der Klinge und Tülle reicht die Tülle als Mittelrippe kurz in die Ebene der Klinge hinein. Die Tülle ist lang, sie verbreitet sich nur leicht. Das Verhältnis der Klinge und Tülle ist 1 /2,5. Typ IV, Gruppe B. Die eine leichte Mittelrippe aufweisende Klinge ist kurz, im unteren Drittel bricht sie winklig. Beim Zusammentreffen der Klinge und Tülle reicht die Tülle als Mittelrippe kurz in die Ebene der Klinge hinein. Die Tülle ist lang, sie verbreitet sich nur leicht. Das Verhältnis der Klinge und Tülle ist 1/2. Von den Funden der nördlichen Gräberfelder kann die im Grab 35 von Tiszakarád-Inasa gefundene Lanze als die Variante des Typs IV erwähnt werden. Die Klinge ist kürzer als die Tülle, die etwa anderthalbfach so groß ist wie die Klinge. 551 Obwohl die Form der im Grab 34 von Tiszadob gefundene Lanze 552 ähnlich ist, weicht das Verhältnis der Klinge und Tülle von dem der Exemplare von Mezőszemere ab. Das kann auch auf der als Streufund im Gräberfeld A von Tápé-Malajdok vorgekommenen Lanzenspitze beobachtet werden. 553 Auf der Abb. 78 ist es gut sichtbar, inwiefern die Dicke und Länge der Lanzenstiele voneinander abweichen. Die Lanzen des Typs IV hatten einen relativ schmalen Stiel. Der Stiel der im Grab 29 vorgekommenen Waffe wurde vermutlich gebrochen, und der abgebrochene Teil wurde dicht an die andere Hälfte der Lanze gelegt. Darauf weist der auf der Tülle verrostet erhalten gebliebene Eisenring, der am unteren Ende des Lanzenstieles gewesen sein könnte. 554 Diese waren vermutlich Wurfspeere, die auch von der römischen Infanterie benutzt wurden. 555 Die Lanzen des Typs II haben einen dicken Stiel, so sollten 550 Auf der Lanze des Grabes 37 ist eine Bruchlinie zu sehen. 551 LOVÁSZ Emese 1987, 11, Abb. 1. 552 ISTVÁNOVITS Eszter - KULCSÁR Valéria 1995, Abb. 8. 4. 553 Zuletzt: ISTVÁNOVITS Eszter - KULCSÁR Valéria 1995, Abb. 11.1. 554 Das Ende der Lanzenspitzen wurde manchmal mit Eisen- oder Bronzeblech, manchmal mit silberem Blech, Ring oder einer Hülse versehen. Gabriella Vörös machte eine ähnliche Rekonstruktion über eine, in Madaras vorgekommene Lanze. 555 Auf den römerzeitlichen Grabsteinen wurden diese mannshohen oder noch höheren Lanzen häufig dargestellt. Manchmal gehörten mehrere Exemplare zu einem Soldaten. 99