Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)
Vaday Andrea–Domboróczki László: Mezőszemere – Kismari-fenék. Késő-császárkori–kora-népvándorláskori temetőrészlet
Verfasser 532 damit nicht einverstanden sind, daß die Exemplare mit Mittelrippe keine pilwn sein können. 533 Es ist allgemein bekannt, daß das pilum eine kennzeichnende Wurfwaffe der römischen Soldaten war, und sowohl die Spitze als auch das Wurfholz von denen der Waffen des sarmatischen Gebietes abweichen. Bis dahin kam keine einzige Lanzenspitze in dem sarmatischen Barbaricum vor, die zu einem pilum gehört haben könnte. 534 2. Typologische Nennung: Gruppe. Zu dieser „Gruppe" gehören die kleinen Exemplare mit einer engen Tülle (1,5 cm). „Wenn es pilum bei den in Ungarn gelebten Sarmaten überhaupt gab, können hierher die in Hévízgyörk gefundenen zwei Eisenspitzen, in erster Linie aufgrund ihrer kleinen Größe und schmalen Tülle eingereiht werden." 535 3. Typologische Nennung: Typ. „Von den kleineren Lanzenspitzen - mit einer Länge unter 22 cm - ist da das „typbildende" Exemplar von Mátételke zu erwähnen (ein einziges Stück). Es ist 20 cm lang. Der Durchmesser der Tülle beträgt 2,7 cm, das ist größer als die Breite der Klinge (2,4 cm). 4. Typologische Nennung: Gruppe. Das ist die „Gruppe" der 18-32 cm langen Lanzenspitzen. Die Tülle ist viel länger als die Klinge. 5. Typologische Nennung: ..keine Gruppe". Exemplare mit kurzer Tülle. 536 6. Typologische Nennung: ..ineinander fließende Gruppen". Die Länge der meisten Lanzenspitzen beträgt „22-30 cm, aber es gibt Stücke mit einer Länge von 35-40 cm ebenfalls". Ohne typologische ("nähere) Nennung . Auf dem Teil nach der Klinge ist die Tülle konisch, bei dem Angelansatz bildet sie ein Dreieck. „Selten läuft die Rippe in die Spitze zu." 537 Ohne typologische (nähere) Nennung . Die Tülle ist zylindrisch, die Rippe fehlt, und die Klinge weist einen linsenförmigen Durchschnitt auf. T ypologische (nähere) Nennung: ..Übergangsform". Auf der einen Seite gibt es eine Mittelrippe, aber auf der anderen nicht. 538 Ohne typologische (nähere) Nennung. „Das Verhältnis der Tülle und Klinge ist 1:1, manchmal ist aber die Tülle kürzer." Ohne typologische (nähere) Nennung. Die Tülle von zwei Waffen ist sechseckig. 539 532 ISTVÁNOVITS Eszter-KULCSÁR Valéria 1995, Anm. 102. 533 VADAY Andrea 1989, 113. 534 Nachstehend wird noch die Frage des pilum behandelt. 535 S. Anm. 428! 536 ISTVÁNOVITS Eszter-KULCSÁR Valéria 1995, 21. 537 Die Behandlung der Lanzenspitzen mit einer Klinge mit Mittelrippe als eine Variante ist falsch. Durch die Anwendung der Mittelrippe wurde die von der Bronze- über die Eisen- bis zur Römerzeit bekannte Form der Lanzenspitzen bewahrt. Die Mittelrippe diente bei den aus Bronze gegossenen Waffen als Versteifung. Lanzenspitzen ähnlichen Typs tauchen manchmal auch in den späteren Zeiten - schon aus Eisen geschmiedet - auf, auch noch bei den landnehmenden Ungarn. 538 Nur ein einziges Exemplar ist bekannt! 539 Sie passen sich nicht zufällig der Reihe nicht an, sie sind nämlich römische Lanzenspitzen. Die vieleckige Tüllenbildung ist unter den römischen Lanzen zu beobachten. Solche Exemplare wurden zuletzt von KACZANOWSKI, Piotr 1994, 143, Abb. 5/6-7 aus dem Grab 1 von Halimba und aus Siscia zitiert. 96