Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)

Vaday Andrea–Domboróczki László: Mezőszemere – Kismari-fenék. Késő-császárkori–kora-népvándorláskori temetőrészlet

viereckigen Sarg stieß man in neun Gräbern (28, 29, 36, 38, 41, 58,11, 44, 55). In zwei davon gab es auch ein Leichentuch im Sarg. In drei Gräbern (30, 42, 56) wurde ein sich beim Kopfteil verbreitender Sarg mit trapezförmigem Grund registriert. In mehreren Bestattungen war eine dünne schwärzliche Schicht unter, über und neben dem Skelett zu sehen. Die Verfärbung und Substanz der Erde war mit der der in der Leibgegend vorgekommenen beschlagverzierten Ledergürtel gleich, so ist es anzuneh­men, daß das Leichentuch in diesen Fällen aus Tierhaut gemacht wurde. 156 Ein Beweis lag im Grab 36 vor, in dem auch der Leder mit Rostspuren der innerhalb des Leichentuches liegenden Lanze erhalten blieb. In Mezőszemere stießen wir in acht Gräbern auf Leichentuch (26, 27, 32, 33, 37, 39, 40, 59). In den Gräbergruppen gab es einen Sarg im 44 % der Bestattungen, im 28 % ein Leichentuch, im 8 % Leichentuch und Sarg zusam­men, und nur beim 20 % der Gräber konnte kein Sarg oder Leichentuch beobachtet wer­den. In der nachstehenden Tabelle werden die Angaben der Särge 157 und Leichentücher zusammengefaßt: Grabnummer Sarg Leichentuch Sargindex Grabnummer Länge(cm) Breite (cm) Leichentuch Sargindex Grabnummer beim Kopf beim Fuß Leichentuch Sargindex 44 130 38 ­3,4 1 168 56 ­3 29 180 60 ­3 36 183 43 + 4,2 55 186 39 ­4,7 38 192 82 ­2,3 41 194 63 ­3,1 28 200 55-60 ­-3,3 58 206 50 ­4,12 43 160? 48? + 3,3? 56 195 48 43 ­4,3 30 198 60 52 ­3,5 42 207 50 43 ­4 59 ­­+ 4 26 ­­+ ­27 ­­+ ­40 ­­+ ­32 ­­+ ­33 ­­+ ­39 ­­+ ­156 Ähnliche Beobachtungen machten wir im sarmatischen Gräberfeld von Tiszaföldvár-Téglagyár (Ziegelei) ebenfalls. Da waren auch die Poren der Tierhaut im Laufe der Freilegung in einigen Fällen gut sichtbar. Leichentücher wurden auch aus Textilien gemacht, diese bleiben aber noch weniger als der Leder erhalten. 157 Beim Vergleich der Größenangaben der Särge benutzen wir den Länge/Breite-Indexwert, dem Grabindex ähnlich. Es ist aber zu bemerken, daß das ein annähernder Wert ist. Wir konnten nur aufgrund der im Grab beobachteten Spuren rechnen, die von den ursprünglichen Größen abwei­chen können. Die Tabelle wurde nach den zunehmenden Längenangaben der Särge angeordnet. 46

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