Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)

Vaday Andrea–Domboróczki László: Mezőszemere – Kismari-fenék. Késő-császárkori–kora-népvándorláskori temetőrészlet

Fundorten in der Südtiefebene Matte zur Umhüllung der Toten, 131 aber es kam auch Baumrinden-Tuch (?) vor. 132 Zuerst konnten wir die Reste der aus Rinder- oder Pferdehaut gemachten Leichentücher im Gräberfeld von Tiszaföldvár-Téglagyár (Ziegelei) gründlich beobachten. Diese wurden entweder als aschgraue oder hell-, gelb­lich- bzw. bräunlichgraue Schichten um das Skelett registriert. 133 Eine ähnliche aschgraue Schicht gab es auch im Grab 3 des Gräberfeldes von Szeged-Csongradi-Straße. 134 Man muß die aschenartige Schicht auf jedem Fundort analysieren, da die Erhaltungsformen des organischen Materials vom Boden vielfach beeinflußt werden. 135 Auch im Gräberfeld von Subotica/Szabadka Verusics/Veresegyháza' 36 konnte das Leichentuch aus orga­nischem Material dokumentiert werden. 137 Vermutlich benutzte man Leichentücher auch aus Textilien. Im Grab 30 von Bácstopolya-Bánkert wies nicht nur die geschlossene Legung des Toten auf ein Leichentuch hin, sondern auch der Textilrest im Rost auf der äußeren Oberfläche der im Grab gefundenen Schnalle. Alle im Eisenrost erhalten gebliebenen Textilreste dieses Grabes befanden sich auf der äußeren Seite der Gegenstände und nicht auf der inneren, sich mit der Kleidung berührenden Oberfläche. 138 Auch in Szíhalom-Pamlényi-tábla wurden Särge oder Leichentücher vom Ausgräber beobachtet. 139 In einigen Fällen sind die erhalten gebliebenen Spuren zur Bestimmung des Materi­als des Leichentuches nicht geeignet. 140 Die Forschung wurde daraufrecht spät aufmerksam, daß die ungewöhnlich geschlos­sene Lage der Toten in den Gräbern häufig auf das einstige Leichentuch hinweist, in das 131 Kiszombor, Gräberfeld B, Grab 112; Szeged, Csongradi-Straße, Grab 3; Szeged-Makkoserdő, Grab 97 und Tápé-Malajdok, Gräberfeld A, Grab 15. Zuletzt KULCSÁR Valéria 1998, 29-30. 132 Szeged, Csongradi-Straße, Grab 5. VÖRÖS Gabriella 1981 В. 133 Von früher gibt es wahrscheinich eine einzige Angabe: Bei der Bearbeitung des Gräberfeldes von Szentes-Kistőke schrieb Mihály Párducz über das Grab 111, daß die Leiche „in einer Lederkleidung oder im Leder bestattet wurde". 134 VÖRÖS, Gabriella 1981 В. 135 Beipiele: Im Grab 103 des Gräberfeldes Kiszombor В fand man Textilreste unter und Asche über dem Toten. Die aschenartige Schicht wurde „dem Holz ähnlich" auf dem Fundort Kiskunfélegyháza, Páka-puszta-Dósa-tanya beschrieben: „Auf dem Fundort legte ich zwei sehr große und tiefe, vollkommen ausgeraubte Gräber frei. In allen drei (sie!) stieß ich auf eine dicke weiße Schicht aus einem, dem veräscherten Holz ähnlichen Material, das dem entsprechen kann, das man als aschenartige Schicht beschreibt." KULCSÁR Valéria 1998, 30, Anm. 32. (Hervorgehoben von uns.) 136 Im weiteren: Szabadka. 137 SZEKERES László - SZEKERES Ágnes 1996, 20. 138 SZEKERES Ágnes 1999, 494, 506. Gewisse Gräber des Gräberfeldes sind mit den Bestattun­gen von Mezőszemere gleichaltrig. 139 VÁRADI Adél 1997, 117. Auf der Sohle eines Grabes gab es Lehmbewurf- oder Feuerspuren. 140 Z. В.: Endrőd-Kocsor-hegy, Grab 30: JUHÁSZ, Irén 1978, 93. Weitere Beispiele werden von KULCSÁR Valéria 1999, 30 auf den folgenden Fundorten erwähnt: Dóc, Hortobágy-Poroshát (aus den Hügelgruppen I, II, VI, VII, VIII, IX), Lajosmizse-Kónya-major, Sándorfalva-Eper­jes, Szentes-Sárgapart und Tiszavasvári-Városföldje-Jegyzőtag. 44

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