Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)

Császi Irén: Bábuk és bubák. Babakészítés Észak-Magyarországon

einen mit der bunten Volkstracht der einzelnen Siedlungen bekannt. Eine besondere Gruppe unter den Volkstrachtpuppen bilden die Puppen der Frauen, die die Tracht ihrer eigenen Dörfer verewigen. Das sind diejenigen, von denen diese Tracht auch getragen wurde, das war nämlich ihre alltägliche Kleidung. Nur die Wiedererweckung, die Vorstellung der Vergangenheit konnte als Erklärung für die Anfertigung von solchen Puppen dienen. In Zusammenarbeit mit Dorfnäherinnen und nähenden Frauen fingen sie an, aus alten oder kaum getragenen Trachtstücken Prachtpuppen anzufertigen. Die Anfertigung von Puppen ist in den Dörfern Gyöngyöspata und Boldog auch heute noch eine fortlebende Sitte. Diese Volkstrachtpuppen waren auch in den Volksbräuchen vorhan­den, sie waren auf Hochzeiten als Geschenk für Bräute bestimmt. Am Fuße des Mátra­Gebirges gehörte die Puppe als Geschenk zur Mitgift. Sie wurde zusammen mit dem Bett ins Haus des Bräutigams, ins neue Heim der Braut gebracht. In Gyöngyöspata wurde der Brauttanz vom Bräutigam mit einer Puppe ausgelöst. Die Volkstrachtpuppe erscheint auch in der religiösen Ethnographie. Solche Puppen wurden von den Mädchen aus Rimoc als Geschenk mitgenommen, wenn sie als eingeladene Gäste zum Kirchweihfest nach Varsány gingen. Auch in der Volksmedizin findet man Beispiele für die Anfertigung von Stoffpuppen. Die zum Verjagen von Krankheiten angefertigte Stoffpuppen wurden aus Leinen abgeformt und mit Bindfäden gebunden. In Novaj (Komitat Heves) wurde das Furunkel mit einer ,Puppe' bestrichen und dann wurde sie auf den Kreuzweg geworfen. Ein anderer Zweig der Anfertigung von Volkstrachtpuppen entwickelte sich zu einer Art Volkskunstgewerbe, die durch die auftretenden Ansprüche ins Leben gerufen wurde. Diese Puppen sind zweifellos Prachtpuppen, Schmuckstücke. Nach Plänen und Mustern von Anna Vizi Józsefné Krencsey wurde in den Volkskunstgenossenschaften mit dem Planen von Volkstrachtpuppen begonnen. Im Auftrag des Volkskunstgewerberates brachte sie seit 1960 den Frauen der Volkskunstgenossenschaften die Anfertigung von Textilköpfen und -Armen sowie die Techniken der Körperbildung und der Ankleidung bei. Es werden von den Puppenanfertigerinnen die Techniken der Puppenanfertigungsabteilung der Genossenschaft in Szécsény aufgefrischt. Von der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts an wurden die Formen der Puppenanfertigung mit der Änderung der Lebensweise einfacher, später gerieten sie allmählich in Vergessenheit. Das Bekanntmachen mit den Volksspielen trat dann im Unterricht wieder in den Vordergrund. In der heutigen Spielkultur der Kinder ist ein volkstümliches Bemühen zu entdecken, das sich in der Verwendung von Naturstoffen und traditionellen Techniken äußert. Die Anfertigung von Volkstrachtpuppen, zu der dieser Aufsatz als Vorbild dienen soll, erlebt heute auch ihre Blütezeit. Irén Császi "Bábuk" and "Bubák" Doll-Making in Northern Hungary In the years between 1930 and 1970 the dolls made in the villages of the counties of Heves, Nógrád and Borsod were of the same types and varieties seen elsewhere in ethnic 420

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