Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)
Vaday Andrea–Domboróczki László: Mezőszemere – Kismari-fenék. Késő-császárkori–kora-népvándorláskori temetőrészlet
Bestattungen einen jungen Mann (Grab 11) und einen Erwachsenen (Grab 56). Von den im östlichen Teil der Gruppen liegenden Gräbern lagen ein Kind im Grab 43 der Gräbergruppe II und eine Erwachsene im Grab 54 der Gräbergruppe III. Aufgrund der Grenzen des erschlossenen Gebietes ist es bei der Gräbergruppe I anzunehmen, daß die ganze Gruppe freigelegt wurde. Die südlichen Gräber der Gräbergruppe II liegen nahe der Grabungsgrenze, so kann man vermuten, daß es hier auch mehrere Gräber gab, während der Abstand der Gräber der Gräbergruppe III und ihre Entfernung von der Grabungsgrenze darauf hinweisen, daß diese Gräbergruppe auch ursprünglich nur drei Gräber enthielt. Soviel ist sicher, daß die Männer und Frauen in den Gräbergruppen nicht separiert begraben wurden. In Mezőszemere wurde kein einziges Grab ausgeraubt, 95 und dadurch ragt das Gräberfeld von den sarmatischen Gräberfeldern im Karpatenbecken hervor. Zum Vergleich: Im zeitlich nahe stehenden Gräberfeld von Szabadka 96 waren 63,5 %, in Tiszadob 97 etwa 80-85 % der Gräber ausgeraubt. Auch in Tiszavalk konnte ein Teil der gestörten Gräber ausgeraubt sein. In Tiszakarád-Inasa war das Gros der Gräber durch Raub gestört, ausgenommen das Kindergrab 3 und einige frühe Bestattungen. 98 Auf dem Fundort Szihalom-Pamlényi-tábla waren die meisten freigelegten Gräber ebenfalls ausgeraubt. 99 Die Orientierung der Gräber Das Gräberfeld von Mezőszemere gehört zu den bei den Sarmaten häufigsten Gräberfeldern mit einer Grabachse N-S.' 00 Die Bestatteten wurden mit dem Kopf nach Süden gelegt, es gab keine umgekehrte Lage. Die Orientierungswerte fallen zwischen die Achsenlinien von N 15° - S 195° und N 340° - S 170°, dadurch schneiden sie sich in einem recht spitzen (35°) l0 ' Winkel. ,ü2 (Abb. 60) Die Größen- und Formangaben der Gräber Die Grabgruben des Gräberfeldes können formell in drei Gruppen eingeordnet werden: rechteckiges Schachtgrab (1), sich am Kopf- (2) bzw. am Fußende verbreitendes trapezförmiges Schachtgrab (3).' 03 95 In Tiszavalk und Tiszadob wurden die Gräber sowohl durch Raub als auch durch spätere Störungen gestört. 96 SZEKERES László-SZEKERES Ágnes 1996, 20. 97 ISTVÁNOVITS Eszter 1991, 36. 98 LOVÁSZ Emese 1987, 11. 99VÁRADIAdél 1997, 117. 100 Diese Orientierung war schon zur Zeit der Einwanderung der Jazyges Metanastae für die Gräberfelder kennzeichnend. 101 Die Werte fassen die Abweichungen von der N-S-Achse bzw. von Osten und Westen in sich. 102 Darin ist es mit dem Gräberfeld von Tiszavalk verwandt, in dem die Gräber ebenfalls zu dieser Orientierungsgruppe gehören (GARAM, Éva-VAD AY, Andrea 1990, Abb. 24). 103 Die Angaben des leeren Grabes (34) fehlen. 36