Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)
Vaday Andrea–Domboróczki László: Mezőszemere – Kismari-fenék. Késő-császárkori–kora-népvándorláskori temetőrészlet
9. In der Mitte des Beckens über dem Schambein gab es einen Silberdenar aus dem 2. Jahrhundert. 91 (Abb. 56. 3) 10. Unter dem um das linke Handgelenk gefundenen Armring lag eine verhältnismäßig große, bikonische, durchsichtige, weiße Glasperle mit Basis (Abb. 56. 11). 11. Unter der Perle, oben an der äußeren Seite des linken Oberschenkelknochens kam ein 15 cm langes Messer mit einem 6,8 cm langen Stiel vor. Der Stiel dieses einschneidigen Eisenmessers mit geradem Rücken wurde aus Holz gemacht. Daran wurde ein Bronzeband mit Nieten befestigt. Das Bronzeband wurde am Angelansatz an beiden Rändern mit je einer eingekratzten Linie verziert. Auf der verrosteten Klinge blieb der lederne Behälter erhalten, der mit einer dicken Faser zusammengenäht wurde. Die Naht ist unten (auf dem Teil von der Spitze) auf dem Behälter zu sehen. Stellenweise sind Textilreste auf dem Lederbehälter mit Rost daran gehaftet - zu sehen. Die Länge der Klinge ist 8,2 cm (Abb. 58. 1). 12. An der äußeren Seite des rechten Oberschenkelknochens lag eine bronzene Riemenzunge, die an einem 1,2 cm breiten Ledergürtel befestigt sein könnte. Das ist schmal, eines der Enden ist rechteckig mit halbkreisförmigem Ende. Das Ende wurde beiderseits am Rand mit je einem Niet am Gürtel befestigt. Oben wurde die Riemenzunge mit Hilfe des aufeinandergehenden Bleches befestigt (Abb. 57. 4). 13. Am linken Unterarm kamen die Bruchstücke von zwei kleinen Nieten vor (Abb. 56. 5). 14. Neben den Nieten fand man in kleines gebogenes Bronzeblech (Abb. 56. 6). 15. Ebenda lag das Bruchstück eines kleinen Bronzehakens (Abb. 56. 7). 16. Ebenda kam ein kleines Bronzeblech mit getriebenem Muster vor. Auf der Vorderseite blieben Textilreste erhalten (Abb. 56. 10). 17. Ebenda fand man ein kleines, rundes Bronzeblech mit Stulpe (Abb. 56. 8). 18. Ein kleines Bronzeblechbruchstück. An beiden Enden war es mit einem geschlossenen Niet an einem 4 mm dicken Gegenstand befestigt (Abb. 56. 9). 19. Zwischen den Füßen, ein wenig nach der äußeren Seite des rechten Knöchels fortgerückt befand sich ein zerknicktes Holzgefäß mit Bronzebeschlägen. Der im Grab gemessene Mündungsdurchmesser des Gefäßes betrug 16 cm. Die Bronzebeschläge des Holzeimers blieben bruchstückhaft erhalten. Auf einigen Bronzebeschlägen, d. h. auf einigen Blechen unterhalb des Randes wurden doppelte, ausgetriebene, waagrechte Randrippen angewandt, das Band wurde mit Nieten am Holz befestigt. Auf der Rückseite der Bronzebleche waren stellenweise Holzreste zu sehen (Abb. 58. 2). Darunter befanden sich dreieckige Beschläge, die mit einer doppelten Rippe umrahmt wurden. In der Mitte der Bleche ist eine mit einer doppelten Rippe umgebene kreisförmige Verzierung sichtbar, in der Mitte die Spuren der Niete (Abb. 58. 3). Darunter wurde das Gefäß mit einfachen, unverzierten Blechen umgeben (Abb. 58. 5, Abb. 59. 1-6). Unter den Resten des Eimers gab es ein kleines, rechteckiges Blech mit zwei Nieten, auf der Rückseite Holzreste (Abb. 58.4). 20. In der Füllerde des Grabes kam eine kleine ovale Scheibenfibel vor. Auf der Rückseite blieben nur die kleinen Stümpfe des Nadel- und Spiralhalters erhalten Am Rand der Fibel wurde ein kleiner, 1 mm breiter Silberbandrahmen mit einer GranulatVerzierung befestigt. Innerhalb des Rahmens sind die Reste eines Klebstoffes zu beobachten, mit dem einst die Einlage eingeklebt wurde. 92 (Abb. 56. 12) 91 Im Magazin fanden wir das nicht. 92 Von den Granulaten blieb nur ein Körnchen erhalten. 34