Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)
Vaday Andrea–Domboróczki László: Mezőszemere – Kismari-fenék. Késő-császárkori–kora-népvándorláskori temetőrészlet
Funde: 1. Unter dem rechten Schulterbein lagen Perlen: eine grüne zylindrische Glasperle, zwei vieleckige Karneolperlen, eine zweigliedrige, zwei gedrückt kugelförmige Glasperlen, eine zylindrische weißgelbe Glasperle, eine ringförmige blaue, eine zylindrische blaue, eine prismatische weiße Glasperle, sieben bikonische, grüne, 190 blaue und sieben durchsichtige gelbbraune Glasperlen (Abb. 54. IIb). 2. Unter dem rechten Schulterbein lagen zwei kleine Bronzeringe mit offenen Enden unter den Perlen. Sie könnten zu einem der Anhänger gehört haben (Abb. 54. 7/a). 3.Am linken Schlüsselbein fand man Perlen. Diese waren: eine größere, kugelförmige, orangengelbe Perle mit Basis, eine kleine ringförmige enzianblaue und eine größere gedrückt kugelförmige weiße Perle, eine lilabraune, gedrückt kugelförmige Glasperle 87 und eine vieleckige Karneolperle. Außerdem gab es eine größere tonnenförmige, kreidenartige Perle, eine lange, zylindrische, grüne Glasperle, eine vieleckige enzianblaue Glasperle, eine kleine und eine größere scheibenförmige Bernsteinperle, eine gedrückt kugelförmige Bernsteinperle, eine ähnliche kreideweiße Perle, sechs bikonische grüne Glasperlen bzw. 36 blaue Perlen ähnlicher Form. Unter den Perlen fand man noch eine größere rote Opakperle mit Basis, drei Millefiori-Perlen mit Blumenmotiv - die Blumen auf einem gelbweißen Tupf mit schwarzer Schraffierung, ferner drei Perlen mit schwarzem Kern und ergossener Verzierung: um schwarze Augen mit gelbem Ring sind einander kreuzende weiße, ergossene Wellenlinien zu sehen. Darauf läuft noch eine blaue ergossene Welle herum. Es gibt noch eine gerippte, schwarze Glasperle (Abb. 54. 10, 14). 4. Ebenda lag ein Bronzeohrring mit offenem Ende (Abb. 54. 5). 5.Ebenda ein gegossenes Lunulagehänge aus Bronze (Abb. 54. 2). 6. Ebenda ein kleiner Anhänger aus Bronze (Abb. 54. 3). 7. Daneben kam das Bruchstück der Bronzespirale einer Fibel vor (Abb. 54. 4). 8. Ebenda lag eine andere Bronzefibel, mit dem Kopf nach dem Kinnpunkt. Das ist eine eingliedrige Fibel mit kleinem umgeschlagem Fuß und einem Bügel rechteckigen Querschnittes. Die Bronze ist von sehr schlechter Qualität (Abb. 54. 1). 9. An der äußeren Seite des linken Armes befanden sich zwei blaue, bikonische Perlen (Abb. 54. 6). 10. An der innere Seite des linken Ellbogens kam eine zylindrische Bronzeperle vor (Abb. 54. 8). 11. Auf dem oberen Teil des linken Darmbeines wurden ein konischer Gegenstand aus Bronze, außen in einem Fleck und innen Eisenrostspuren und Bronzeblechbruchstücke gefunden. Oben eingedrückt? (Abb. 54. 9) 12. Unter dem konischen Gegenstand lag ein rechteckiges Bronzeblech mit zwei Nieten, auf der einen Seite feine Textilspuren (Abb. 54. 12). 13. Zwischen den Oberschenkelknochen befanden sich sechs kleine Bronzeblechbruchstücke mit kleinen Nieten (Abb. 54. 13). 14. In der Füllerde des Grabes kam ein kleiner durchbohrter Münzenanhänger mit Aufhängeglied vor. 88 Das ist der Silberdenar des Kaisers Marcus Aurelius. Auf dem Avers ist der nach rechts blickende Kopf von Marcus zu sehen. Die Umschrift ist unleserlich. Auf dem Revers ist die Umschrift ebenfalls unleserlich; Iuventas. 89 (Abb. 26. 11) 87 Mit Bronzespuren. 88 Das Aufhängeglied ging im Laufe der Restaurierung zugrunde. 89 Eine in Rom zwischen 140 und 144 geprägte Münze. BMC IV p. 41, Nr. 271. 32