Agria 37. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 2001)

Vaday Andrea–Domboróczki László: Mezőszemere – Kismari-fenék. Késő-császárkori–kora-népvándorláskori temetőrészlet

56 vorgekommene Messer mit beschlagverziertem Holzstiel und genähter Lederscheide ist vielleicht im sarmatischen Barbaricum das im besten Zustand erhalten gebliebene Exemplar. In Szihalom-Budaszög 609 kam ein Messer oder Dolch mit einer hölzernen, mit Leder bezogenen, Silberbändern verzierten Scheide vor. Die anderen Funde des Grabes datieren es in eine spätere Periode als die Zeit des Exemplares von Mezőszemere. In diesen Typ kann das Messer des Grabes 33 wegen seiner Bruchstückhaftigkeit nur bedingt eingereiht werden. Das ist der Fall auch mit dem im Grab 58 gefundenen Messer, dessen Klingendurchschnitt eindeutig nicht bestimmt werden kann. Dem Typ I/B ist das Messer des Grabes 28 zuzuordnen. Es hat ebenfalls eine breite Griffangel, einen leicht gewölbten Rücken und der Messerrücken überschneidet das vom Ende der Griffangel auf den Griff gefällte Lot. Das in den Typ I/C einreihbare Messer mit schmaler, mittelständiger Griffangel weicht nach den Verhältnissen der Klinge von den anderen Messern des Gräberfeldes von Mezőszemere ab. Es ist nicht auszuschließen, daß dieses Exemplar ein römisches Produkt ist. 610 Zum Typ II/A gehören die Messer mit mittelständiger, schmaler Griffangel und geradem Rücken, und zum Typ II/A die Exemplare mit schmaler Griffangel von oberer Stellung und mit geradem Rücken. Die Form der Klinge des Eisenmessers mit schmaler, mittelständiger Griffangel und leicht gewölbtem Rücken, das den Typ III vertritt, obwohl sie schlanker ist, ist der Klinge des Typs I/B ähnlich. Das im Grab 58 vorgekommene Messer wurde nur bedingt in einen selbständigen Typ eingeordnet, da nur sein Abdruck erhalten blieb, und der Durchschnitt nicht bestimmbar ist. Befand sich der Rücken auf einem konvexen Bogen, gehört auch dieses Messer zum Typ III. Dem Typ V kann das im Grab 41 vorgekomme­ne lange Messer mit schmaler Griffangel von oberer Stellung und mit leicht gewölbtem Rücken zugeordnet werden. Endlich reihten wir den zweischneidigen Dolch im Grab 29 in den Typ VI ein. Die in den Gräbern 28 (I/B), 38 (III) und 58 (I/A) bestatteten Männer trugen die Messer in der rechten Oberschenkelgegend. In der Mitte des Beckens lag das Messer in den Gräbern 33 (I/A) und 41 (V), während das Messer im Männergrab 37 (I/C) weiter nach unten quer auf dem oberen Teil der Oberschenkelknochen vorkam. Das Messer befand sich im Männergrab 30 neben der rechten Schulter (I/A). An der rechten Seite des Beckens fand man das Messer im Männergrab 36 (II/A). In den Frauengräbern waren die Messer links, auf dem oberen Teil des Oberschen­kelknochens (Gräber 40, 44 Я/А/, 54 /I/A). In dieser Gegend lag das Messer (I/A) auch im Grab eines Jungen (?) (Grab 11) bzw. im Männergrab 56 (I/A). Wegen der niedri­gen Zahl der in Frauengräbern vorgekommenen Messer kann nur sehr bedingt fest­gestellt werden, daß sie ausschließlich die Messer vom Typ I/A benutzten, und immer an der linken Seite trugen. Die Messer kommen beiderseits, ohne Rücksicht 6 " auf den Typ vor, die rechte Seite dominiert aber. 612 Momentan stehen uns Angaben in ausrei­chender Zahl nicht zur Verfügung, um die eventuellen Gebrauchsunterschiede der ver­schiedenen Messertypen zu bestimmen. 609 FODOR László 1997, aus dem NW-SO-orientierten Grab XXII/4.2. 610 Wie das Messer des Grabes 19 von Tiszadob, das der Form und den Verhältnissen nach von den sarmatischen Messern ebenfalls abweicht. 611 Die in der Mitte gefundenen Messer verschoben sich wahrscheinlich bei der Grablegung. 612 Die Messer in der Kopfgegend behandelten wir schon oben, bei den Obolussen. 107

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