Agria 31.-32. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 1995-1996)
Sugár István: Az egri vár officiolátusi rendszere 1548–1563
BÁN Péter 1981. Dézsmajegyzékek. 1. Heves és Külső-Szolnok megye 1548. Eger BÁRTFAI SZABÓ László 1938. Pest megye okleveles emlékei. 1002-1558. Budapest GYÁRFÁS István 1885. A jászkunok története. IV. kötet. Budapest E. KOVÁCS Péter 1982. Estei Hippolit egri püspök számadáskönyvei 1500-1508. Eger SUGÁR István 1994. Az egri vár gazdasági, adminisztrációs és katonai szervezete. Agria XXIX-XXX. Eger, 67-101. TINÓDI Sebestyén 1984. Krónika. Budapest István Sugár Das „offíziolatus"-System der Burg von Eger Das sogenannte officiolatus (Verwaltungs)-System auf dem Gutskomplex der Diözese von Eger wurde wahrscheinlich von Kardinal Bischof Gábor Rangoni 1476 eingeführt. Der 30 Dörfer umfassende und weit ausgedehnte Gutsbesitz wurde in 14 Einheiten (officiolati) unterteilt, die unter die Aufsicht je eines zuverlässigen Verwalters (officialis) mit militärischer Erfahrung gestellt wurden. Ihre Aufgabe war die zuverlässige Verteidigung der ihnen anvertrauten Güter mit Hilfe bewaffneter Reiter, die für jeden verbindlich vorgeschrieben waren. Als Gegenleistung für diese verantwortungsvolle Arbeit hatten sie einen Anteil an dem Einkommen, das auf den einzelnen Gütern zwar unterschiedlich aber überall reichlich erzielt wurde. Als 1548 die Burg Eger unter die Herrschaft der Habsburger gelangte, behielt die Hofkammer dieses officiolatus-System auch weiterhin bei. Die Verwalter-officiali stürzten in den späteren Jahrzehnten die Leibeigenen der Güter. Inquilinen, durch eine Unzahl von Willkürmaßnahmen und Ausbeutung ins Elend, statt sich um die Verteidigung zu kümmern. Zusätzlich wurden die Dorfbewohner auch von den wiederholten Angriffen der Türken heimgesucht. Ihre Lage war so schlecht geworden, daß die Wiener Regierung bereits die Beseitigung der officiolati erwogen hatte. Das officiolatus-System war in Ungarn weit verbreitet, aber die Forschung in den Archiven ergab im Bereich des weltlichen Hochadels in Transdanubien (Westungarn) einen völlig anders gearteten Aufbau. 133