Agria 29.-30. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 1993-1994)

Koczkáné Király Júlia: Gárdonyi Géza Az én falum című novelláskötete

Júlia Király Novellenband „Mein Dorf von Géza Gárdonyi Am 30. Oktober 1992., am 70. Todestag von Géza Gárdonyi wurde von Burgmu­seum „Dobó István" und von der Komitatsbibliothek „Bródy Sándor" eine Ausstellung über den Novellenband „Mein Dorf" des Schriftstellers eröffnet. Das Museum verfügt über ein sehr reiches Material, und ein bedeutender Teil diesen Materials ist in der Ausstellung vertreten. „Mein Dorf" ist das Dorf, wie es Gárdonyi sah. Seine Gestalten, denen Gárdonyi täglich begegnete, deren Leben er persönlich verfolgte sind die Bauern, die Bewohner des Dorfes. Die Bauern von Gárdonyi können verdientermaßen die Genossen der Bauern von Mikszáth sein, auch dann, wenn diese Leute ganz anderer Art sind. Sie sind wie es Gárdonyi erfahren hat, lebendige und wahre, aufrichtige und reine Gestal­ten. Sie sind von Gárdonyi nicht dargestellt, ihr Schicksal verbraucht er nicht, um durch dieses gesselcshaftliche Wahrheiten zu entlaryen. Er sieht sie, wie sie, in Wirklichkeit sind. Dies wird von ihm absolut wahrhaitsgetreu dem Leser übermittelt. Die erhaltenen Manuskripte und Bände sind besonders interessant. In jedem kön­nen Korrekturen, von Gárdonyi handgeschrieben bemerkt werden. Die Werke, einer­seits in Manuskript und anderseits bereits erschienenen, aber vor neuer Veröffentli­chung stehenden, wurden von Gárdonyi bewußt korrigiert. Die Bestrebung, daß seine Sprache in jeder Hinsicht den Regeln der ungarischen Sprache entspricht, ist nicht nur durch diese Korrekturen gezeigt. Manuskripte anderer Art, die sich in dem literarischen Nachlaß befunden, beweisen auch seine linguistische Bestrebungen. Solche sind zum Beispiel das Manuskript „Antibarbarus", der Entwurf des Ungarischen „Wortverglei­chenden" Wörterbuches oder die Tatsache selbst, daß er sich an den Vorbereitungen des Neuen Großen Wörterbuches am Anfang diesen Jahrhunderts beteiligte. Seine Bemühungen waren nicht vergeblich. Der Stil von Gárdonyi ist eine wirklich vorbildliche ungarische Sprache. 256

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