Agria 25.-26. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 1989-1990)
Petercsák Tivadar: Szénégetés Észak-Magyarországon
ige aneinander gelehnt und die dicken und rohen Scheite außen rundherum daran gestützt wurden. Die größeren Meiler bestehen aus drei Teilen. Der Scheiterhaufen wird zuerst mit trockenen Baumblättern, dann mit Erde und Kohlenstaub bedeckt und ein, von der Erde 50-60 cm hoch ausgebildeter Reifen (ung. abroncs) hält diese Konstruktion. Die Kohlenbrenner müssen Tag und Nacht auf den brennenden Meiler aufpassen. Inzwischen wird er durch Stampfen gestaucht und es wird ein Loch gemacht, wo die Luft in das Innere des Meilers kommt, wie es nach der Farbe des Rauches beurteilt das Feuer erfordert. Von dem ausgebrannten Meiler wird die Erde weggekratzt und nach dem wiederholten Bedecken mit Kohlenstaub und Erde kühlt man die Kohle einen Tag. Die ausgewickelte Holzkohle wird in Ring gezogen nach der Qualität klassifiziert. Beim Kohlenbrennen wurden auch spezielle Werkzeuge neben der Pickhacke, Hacke und Schaufel benutzt, so ein Korb, in dem Baumblätter getragen wurden (ung. haraszthordó kosár), ein Zündstab (ung. gyújtóvessző), eine Leiter (ung. létra), eine Stampfbohle (ung. döngölőfa), eine Kohlenkrücke (ung. szénvonó), ein Rechen fürd Kohlenziehen (ung. szénhúzó gereblye), ein Haken für Kohlenauswicklung (ung. szénbontó horog) und eine Schaufel für Kohlenauswicklung (ung. szénbontó lapát). Das kontinuierliche Kohlenbrennen beanspruchte eine ständige Aufsicht, darum brauchten die Kohlenbrenner irgendeine Schutzhütte. Außer dem einfachen halbseitigen Hüttentyp (ung. féloldalas kunyhó) waren sowohl die offenen, bzw. im Winter geschlossenen Kohlenbrennerhütten (ung. szénégető kunyhó) als auch die runden Hütten (ung. kerek kunyhó) bekannt. Die Nahrung machten sie selbst aus den von zu Hause mitgebrachten Grundstoffen und aus den, in dem Wald auffindbaren Pilzen. Die ausgekühlte Holzkohle wurde einst in Wagen oder in Kohlensäcke geschüttet in die Eisenwerke geliefert. Die für sich selbst arbeitenden Kohlenbrenner verwerteten auch die Kohle selbst bzw. sie wurde von Fuhrmännern in die Große Ungarische Tiefebene geliefert. Die Kohle wurde für Geld verkauft, aber sie wurde in den Inflationsjahren auch für Weizen, Mehl und Öl getauscht. Im Vergleich zu den anderen Waldgewerben ist es hervorzuheben, daß die Holzkohlenbrennerei mehr Sachverständnisse erforderte, als z. B. die Holzung. Die ständige Beschäftigung und die schweren Arbeitsumstände sicherten zugleich ein größeres Einkommen für die Kohlenbrenner. Aufgrund der vorliegenden Studie ist es feststellbar, daß die traditionelle Technologie und die Werkzeuge der Kohlenbrennerei in dem ganzen Karpatenbekken annähernd einheitlich waren.