Agria 20. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 1984)

Fodor László: Néhány őskori lelőhely Eger környékén

László Fodor Einige prähistorische Fundstellen in der Umgebung von Eger Im Laufe unserer Terrainbegehungen zwischen 1965 und 1968 sammelten wir aus einigen prähistorischen Fundstellen südlich von Eger zerstreutes Gerätematerial. Wir ar­beiteten es auf, und stellen nun in unserer Studie das Material von drei dieser Fundstellen (Andornaktálya-Szukszerdomb, Demjén-Hegyeskő-tető, Egerszalók — Egerlátó-tető und Kővágó-dűlő) vor. Außer den bearbeiteten Fundstellen führen wir noch einige weitere Fundstellen mit kurzer Beschreibung vor. Auf unserer Karte geben wir den genauen Ort jeder Fundstelle an. Das Gerätematerial der obenerwähnten Fundstellen wird mit Be­schreibungen und Zeichnungstabellen illustriert. Wir bezogen insgesamt 302 Geräte aus den Fundstellen in die Prüfung ein. Unsere stückweise durchgeführten und typologischen Vergleichungen werden mit statistischen Daten und grafischen Abbildungen publiziert. Daswährend der Aufarbeitung der Fundstellen erhaltene Ergebnis ist das folgende: man kann im Gerätematerial jeder Fundstelle die typologischen und technischen Über­lieferungen des mittleren Paläolithikums mit geringer Abweichung auffinden. Die Geräte sind auch der schon früher publizierten „mezolithischen Eger-Kultur" ähnlich. Die ist besonders spürbar beim vorkommen der Blattspitzen und Faustkeile, sowie bei den bi­fazial bearbeiteten Geräten. Diese Typuscharaktere sind be allen angeführten Fundstellen, aber besonders beim Material vom Egerlátó-tető, zu beobachten. Auch die Prüfungen des Materials der Geräte waren erfolgreich. Wir konnten fest­stellen, daß beinahe 80% des Gerätematerials aus natürlichen Fundorten genommen wor­den war. (Solcher ist z. B. der von einem äußeren Mitarbeiter kürzlich entdeckte Opal­Fundort in der Nähe von Eger am NW—Rand von Felnémet.) Bei der Fundstelle Demjén­Hegyeskő-tető beobachteten wir die Anwendung von örtlichem Rohstoff (und zwar na­türlich aufgehäuftem Kies). Mit der detaillierten Bekanntmachung der Fundstellen und ihres Gerätematerials möchten wir keine wichtigen Schlußfolgerungen zum Problemenkreis der Eger-Kultur ziehen. Wir versuchen nicht die Auflösung der Fragezeichen, wir Wollen nur den Kreis der im Hügelgebiet südlich von Eger sich befindlichen prähistorischen Fundstellen erweitern. Nach unserer Auffassung haben wir damit die Annahme verstärkt, daß in der Zeitperiode des mittleren Paläolithikums wirklich eine autochtone Kultur, deren spätere Phasen in unserem Gebiet mit der frühneolithischen Periode koinzidieren können, existierte. 116

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