Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis 16.-17. (1978-1979)

Wehli Tünde: A Hatvany Lajos Múzeum illuminált Graduálé lapja

Tünde Wehli DAS ILLUMINIERTE GRADUALBLATT DES HATVÁNY LAJOS MUSEUMS Diese Studie bearbeitet das Kodexblatt, welches das Museum von Hatvan in den letzten Jahren erworben hat, uzw. vom Standpunkte des Stils und der Ikonographie aus gesehen» weiterhin wird dasselbe auf Grund der Lehren, welche davon gezogen werden können, datiert. Mit Hinsicht darauf, dass der Stil des Kodexblattes nicht einheitlich ist, können seine Elemente nicht nur zu einem Meister zurückgeführt werden. Alle fraglichen Motive werden von der Ausgestaltung an durch die Studie verfolgt. Durch diese Methode konnte festgestellt werden, dass in Bezug auf Stil, wurde das Folio von einer Hand geschaffen, die indem sie sich auf italienischen Ducento-Traditionen stützte, gewandt in der Trecento Malerei war. Auf Grund seiner Figuren, kannte der Meister die etwas ins Byzantinische neigende Manier der Mariegola des Museo Correr in Venedig, aber grundlegend stand er unter dem Einfluss der Umgebung des grossen bolognesischen Meisters, Giovanni Gaibona. Seine Architektur­details, seine stilisierten Pflanzenmotive, können mit der venezianischen Malerei verg­lichen werden. Das Kolorit, welches durch die Bevorzugung der Mitteltöne charakterisiert werden kann, spricht auch für die venezianischen Relationen. Der Illuminator hat von dem Standpunkte der Ikonographie aus gesehen viele Bilder­elemente und Literaturquellen zu einer einheitlichen Ganzheit ausgearbeitet. Trotz der Anwesenheit von reichlichen orientalischen Elementen, gehört diese Kom­position der Visitatio sepulchri zu den abendländischen Typen. Diese ist ein später Abkömm­ling eines solchen, auch auf bayerischem Gebiete entwickelten Schemas, welches sich auch in Italien im XIII. Jahrhundert verbreitet hat. Da hat es auch der Maler des Kodexblattes begegnet. Auf Grund der Stil- und Ikonographieanalyse, entstand der Kodex zu welchem unser Folio gehörte, in der Mitte des XIV. Jhs. 20* 370

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