Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis 14. (1976)

Csiffáry Gergely: Adalék az olaszországi magyar légió történetéhez

Gergely Csiffáry ERGÄNZENDES MATERIAL ZUR GESCHICHTE DER UNGARISCHEN LEGION IN ITALIEN. (Die Briefe von Kossuth Lajos an den Oberst Földváry Károly) Unter den Dokumentations-Unterlagen des Dobó István Burgmuseums aus der neuen und neusten Zeit fanden wir gelegentlich einer Sammlungsrevision die Originalhandschrift unter Inventurnummer 73. 1. 1. Der Brief ist in der Fachlite­ratur, welche sich mit der Emigration nach dem Freiheitskrieg von 1848 — 49 be­fasst, noch nicht bekannt. Dieser Nachrichten Wechsel der 2 leitenden Personen der Emigration, ist eine bedeutende Angabe zur historischen Forschung der ungarischen Legion in Italien. Die unpublizierten Kossuth-Handschriften sind dessen würdig, dass diese durch Bekanntmachung veröffentlicht werden, den diese bedeuten je ein wertvolles Stück des idealen Nachlasses von Kossuth. Die Handschrift und die Form des Briefes stammen zweifellos von Kossuth, denn wie alle Briefe, welche aus der Emigration geschrieben wurden, hat auch dieser einen schwarzen Trauerrand. In dem Brief, welcher in Torino am 23. August 1863 datiert ist, beauftragt Kossuth den Oberst Karl Földváry mit der Prägung von Medaillen, für die Spesen welcher, der italienische Staat aufkommt und diese wurden den Soldaten der italie­nischen Legion, die am Freiheitskrieg vom 1848 — 49 teilgenommen haben ausge­teilt. Folgende Gründe führten zur Prägung der Medaillen: Innerhalb der Emigration wurden die Gegensätze nach dem preussisch-öster­reichisch-französischen Krieg im Jahre 1859 schärfer. Die Leitung entwich aus den Händen der früheren Führer. Die Reiche der inneren Spannungen belastete die Legion auch, nachdem diese in den Band der Armee der italenischen Monar­chie geriet. Neue Freiwilligen strömten zu, deren Instandstellung durch den engen Standrahmen gehemmt wurde, das Benehmen der Offiziere war eigenmächtig und der baldige Krieg gegen Osterreich verblieb auch. Die unzufriedene Legion wurde aufgeteilt und in den Kämpfen gegen das Brigantentum in Italien eingesetzt. Die Unzufriedenheit macht sich durch die grosse Zahl der Austretenden bemerkbar. Diese können nicht einmal durch den Zwang zurückgehalten werden, im Gegenteil, die Auflehnung wird offen gemacht. Danach wird die Legion aufgelöst, nachher wieder organisiert und die einjährige Dienstfrist wird eingeführt. In dieser kritischen Zeit übernimmt Karl Földváry das Kommando der ungarischen Legion in Italien. Der Zweck der Gedenkmedaillen, welche Kossuth verfertigen liess, ist das Zusam­menhalten der Landvertiediger, welche sich an dem Kampf von 1848 — 49 beteiligt haben. Kossuth beauftragt Földváry in dem in unserer Abhandlung bekanntge­machten Brief, mit der Austeilung und mit der weiteren Prägung dieser Medaillen. 341

Next

/
Oldalképek
Tartalom