Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis 11.-12. (1973-1974)
Korompai János: Cédulák Gárdonyi Géza hagyatékában I.
János Korompai MERKBLÄTTER IM LITERARISCHEN NACHLASS VON GÁRDONYI GÉZA I. Die literarische Erbschaft von Géza Gárdonyi ist in den Bänden dieses Jahrbuches vom Autor systematisch bearbeitet und dargelegt. In den früheren Bänden wurde der nach dem Tode von Sándor Gárdonyi, am Ende des Jahres 1965, zum Vorschein gekommenen Nachlass bekanntgemacht, wie auch die Korrespondenz von Géza Gárdonyi (Bände VI. VII. VIII —IX.) und seine Geheimschrift-Aufzeichnungen. (Band X.) Diesmal wird ein interessanter Nachlassteil aus Géza Gárdonyis Schriftsteller-Werkstatt bekanntgegeben, die auf Zettel geschriebene Aufzeichnungen. Abgesehen davon, dass Gárdonyi in den letzten 15 Jahren seines Lebens ständig die Geheimschrift anwendete, macht er auch viele Notizen in Schreibschrift. Die Merkzettel hat er nie weggeworfen, auch dann nicht, wenn die fraglichen Angelegenheiten schon erledigt waren, oder die entworfene Szene, ein Ausdruck, in irgendeinem seiner Werke eingetragen wurde. Der Inhalt von den cca. 3000 Merkblättchen, die sich in der Sammlung des Museums befinden, sind einzeln weise kleine Bruchteile, aber Dank der grossen Zahl, der Verschiedenartigkeit des Textes, der überraschenden Aufrichtigkeit, der Konsequenz, der Geordnetheit, weisen diese mosaikartig auf die bis jetzt unbekannte Einzelheiten seines Lebens, seiner Anschauungen, seiner Pläne und Arbeitsmethode. In vielen Fällen kann man feststellen wann diese geschrieben wurden. Manchmal hat Gárdonyi diese mit Datum versehen, in anderen Fällen tragen die, zu den Zetteln gebrauchten Briefbruchteile, Drucksachen Datumsangaben. Zwischen 1891 und 1922, zwischen dem 28. und dem letzten Lebensjahr des Schriftstellers — also 32 Jahre — 20 Jahre werden auf Zettel erwähnt. Von besonderer Bedeutung ist die Tatsache, dass die Zettel vom Ausbruch des Weltkrieges und während des Weltkrieges, welche wichtige Feststellungen enthalten, zum grössten Teile mit Datum versehen sind. Dem Inhalt nach können die Zettel in 5 Hauptgruppen geteilt werden: 1. Biographischen Inhaltes. 2. Weltanschauung. 3. Über die Tätigkeit des Schriftstellers. 4. Mit einzelnen Werken verbundene. 5. Merkzettel verschiedenen Inhaltes. Der Verfasser veröffentlicht in dieser Abhandlung die Aufzeichnungen der ersten 2 Gruppen, welche mit der Biographie und der Weltanschauung verbunden sind. Die weiteren 3 Gruppen werden das Thema seiner nächsten Abhandlung sein. Auf dem ersten Zettel biographischen Inhaltes, können wir die von dem jungen Gárdonyi aufgestellten Lebensregeln lesen. Vierundvierzig Merkzettel enthalten die Beschreibungen von Träumen. Sehr Umfangreich ist die Notizensammlung mit dem Titel „An meine Söhne" (395 Stücke). Hier hat der Schriftsteller nützliche Lebensweisheiten für seine Kinder zusammengefasst. Vom biographischen Standpunkte aus gesehen, sind die 32 Zettel von Bedeutung in welchen er den Spiritis mus behandelt, und den langen verbitterten Prozess mit der Verlaggesellschaft Singer п. Wolfner. Wichtige Dokumente sind noch: seine einzige Rede, die mit seiner 400