Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis 11.-12. (1973-1974)

Dankó Imre: A gyöngyösi vásárok–piacok néprajza

Imre Dankà DIE ETHNOGRAPHIE DER MESSENUND MÄRKTE VON GYÖNGYÖS Der Verfasser ist ein bekannter Forscher des Warenaustausches unter dem Volk> Seit über 10 Jahre befasst er sich mit der Ethnographie der Messen. Durch seine Abhandlung hat er die Aufmerksamkeit von neuem auf die Notwendigkeit der um­fassenden ethnographischen Forschungen auf dem Gebiete des Volkswarenaus­tausches gelenkt. In seinem gegenwärtigen Schreiben wird die Lebensart gestalt­ende Rolle der Märkte und Messen der bedeutenden nordungarischen Marktfleck­Stadt Gyöngyös mit einer historischen und ethnographischen Methode blossgelegt. Gyöngyös ist einer der bedeutendsten Marktflecken von Nordungarn. Durch ihre Märkte und Messen spielt sie die Rolle eines kulturellen Vermittlers zwischen den Gebieten der Tiefebene und Berggebieten. Basis der Märkte und Messen von Gyön­gyös war einesteils das Treffen des sich von Osten nach Westen orientierenden Vieh­handels, des sich von Süden, von der Tiefebene nach Norden, nach dem Hochlande richtenden Getreidehandel, anderenseits die Einsammlung der einheimischen und aus der Umgebung kommenden Weine und Obsternte, wie auch deren Förderung. Selbstverständlich war auf den Märkten und Messen von Gyöngyös auch die Ver­mittlung von Waren aus dem Hochlande nach der Tiefebene vorhanden und daran knüpften sich auch andere kulturelle Erscheinungen. Die Waren bestanden in erster Linie aus Walderzeugnissen, Holzwaren und Wildleder. Bei dem regen Waren­austausch hatten auch die einheimischen Handwerker und Kaufleute eine bedeu­tende Rolle. Auch in die Siedlung Gyöngyös hat sich der Messestadt Charakter eingeprägt. Diese ist eine der eiganartigsten ungarischen Siedlungen, wo die Haupt­strasse breit, zu einem Marktplatz bzw. Messeplatz ausgebildet wurde. Zur Jahr­hundertswende XVIII—XIX. haben sich die Märkte und Messen von Gyöngyös auch in einem grossen Masse differenziert. Vieh- Getreidemarkt und Markt für Industrieerzeugnisse, unter anderem Namen Jahrmarkt, wurden voneinander get­rennt. Von den Märkten haben sich erst zwei, dann eins, am Freitag zu einem Wochenmarkt entwickelt. Gyöngyös hatte seit uralten Zeiten 4 Messen Februar­oder Marialichtmess-Markt, Mai- oder Urbanus-Messe, August- oder Bartholomäus­Messe, November- oder Elisabeth-Messe. Zwei von diesen, Urbánus- und Bartholo­mäus-Messen war mit einem Patrozinium verbunden und dem Ursprung nach­wahrscheinlich Kirchweih-Messen. Zur Jahrhundertswende XIX—XX. Jh. hat sich am 25. März ein Zuchttiermarkt entfaltet. Dieser wurde auch Ostermarkt gennant. Gleich den Wochenmärkten, hat sich ebenfalls zur Jahrhundertswende^ an eines der regen Wochenmärkten anschliessend, der rege monatliche Tiermarkt entwickelt. Das Studium behandelt den Anziehungskreis der gyöngyöscher Messen und Märkte, das Verkaufen sowie die Förderung zum Markt und den Transport vom Markt, es macht Erwähnung von dem örtlichen Mass welches als gyöngyöscher Kübel bekannt war. (Dieses gehörte in die Familie der pressburger Masse, beträgt 20* 30T

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