Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis 5. (1967)
Andreánszky Gábor: A hüvelyesek (leguminosae) szerepe az Eger melletti Kiseged alsó-oligocén flórájában
28. ábra. Abb. 28. Kennedya cf. parviflora Meissn. KE 6614, Museum Eger 29. ábra. Abb. 29. Kennedya cf. parviflora Meissn. 2352, Museum Eger Kennedya cf. parviflora Meissn. (Abb. 28, 29). Kleine, asymmetrische Blättchen. KE 6614 mit Gegendruck und ein noch kleineres Blättchen, 2352 liegen vor. KE 6614 ist ziemlich lang gestielt, Stiel 3 mm lang, dünn. Spreite schief breit elliptisch, am Grund und auf der Spitze abgerundet, vollkommen ganzrandig, 2,3 cm lang, in der Mitte 1,4 cm breit. Hauptnerv mittelstark, die Seitennerven kaum hervortretend, verschwommen, fein. Sie sind am kleineren Exemplar besser sichtbar. Dieses letztere Blättchen ist 1,5 cm lang, 8 mm breit, weniger asymmetrisch, vermutlich ein endständiges Blättchen, eiförmig, noch länger gestielt, mit 6 Paar Seitennerven, die auf der einen Seite in einem Winkel von 55—60, auf der anderen in einem Winkel von 65—70° ausgehn und kamptodrom sind, bzw. am Rand des Blättchens verschwinden. Soviel ist für die Nervatur des grösseren Blättchens festzustellen, dass dort die Seitenaderung in einem grösseren Winkel entspringt. Die grösste Ähnlichkeit besteht mit Kennedya parviflora Meissn., aber auch K. prostrata R. Br. kann zum Vergleich in Frage kommen. Die Gattung ist gegenwärtig australisch. Dioclea agriensis n. sp. cf. Dioclea umbrina Elm. (Abb. 30, 31, Taf. II. 17, 18). Dreiblättrig. Die Art gehört den Leguminosen mit grössten Blättern an. Die Abdrücke die uns aus Kiseged zur Verfügung stehn sind teilweise endständige (3884, 11239, 11165, 11165/a), teilweise seitenständige (3647, 3358, 3318, 4169, 4007) Blättchen. Leider sind nur wenige beinahe vollständig, von den übrigen ist nur der Grundteil erhalten. Diagnose: Dreiblättrig, die endtsändigen Blättchen nur schwach asymmetrisch, rundlich, rundlich eiförmig, oder rundlich verkehrt-eiförmig, Grund breit keilförmig oder abgerundet bzw. schwach ausgerandet. Spitze an allen Belegen fehlend, so unbekannt, wahrscheinlich abgerundet und in eine stumpfe spitze kurz zugespitzt. Ganzrandig. Das vollkommenste Blatt, welches wir als Holotypus betrachten (3884) ist 10,5 cm lang, 8 cm breit, rundlich, am Grund abgerundet und schwach ausgerandet, Spitze fehlend. Stiel nur auf 11 165 vorhanden 6 mm lang und 1,5 mm dick. Die übrigen endständigen Blättchen von denen nur der Grundteil erhalten ist, waren noch grösser als der Holotypus, etwa 12 cm lang und 10 cm breit. Mittelnerv markant, mitteldick, gegen die Spitze des Blättchens zu stark verjüngend. Aderung rein fiederig. Seitenadern 6 bis 9 Paar, mit einem veränderlichen Ausgangswinkel (45—60°), die untersten der seitenständigen Blättchen zuerst zurückgebogen, sonst alle nach vorne gebogen, in der Regel einfach, hie und da dichotomisch verzweigend, die unteren Seitenadern der Seitenständigen Blättchen auf der breiteren Seite nach unten zu einige starke Zweige aussendend. Alle Adern und Äste anastomosierend. Der Umstand dass die genannten Seitenadern starke Äste aussenden unterscheidet unsere Abdrücke von den Blättchen der D. umbrina Elm., deren Seitenadern nur schwache Äste aussenden. Doch glauben wir dass diesem Umstand kein systematischer Wert zuzuschreiben ist. Die Tertiärnervatur steht auf die Seitenadern senkrecht, ist zick-zackig und mitteldicht. Die ganz feine Nervatur ist verschwommen. 24