Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis 2. (1964)

Takács Lajos: A verpeléti dohány termesztése

DER ANBAU DES „VERPELÉTI" TABAKS Der Verfasser beschreibt den Anbau des Verpeléti Tabaks, der seit dem Beginn des 18. bis zum Anfang dieses Jahrhunderts urkundlich verfolgt werden kann und der seine grösste Bedeutung in der ersten Hälfte des 19. Jhs. erreichte. Der Verpeléti Tabak, der in Kleinbauernwirtschaften auf verhältnismässig kleinem Gebiet, auf höchstens 1 — 1 '/ 2 Joch angebaut wurde, wuchs auf einem spezialem Boden, auf dem gelben Sand neben dem Fluss Tarna. Der Tabak ist von der kleinblättrigen Garten­sorte, von orientalischer Herkunft. Zur Zucht seines Pflänzlings wurden der sogen­annte Pflänzlinggarten (ungarisch palámos) benützt, der sich an die Traditionen der altüberlieferten bäuerlichen Pflänzlingszucht anknüpft. Dieser Pflänzlinggarten lag in einem Teil des Gartens oder Hofes und bestand bloss aus umgegrabenem Boden ohne wärmenden Dünger. Hier konnte man den Tabaksamen erst später aussäen als in einem Warmbeet. Das Warmbeet, dessen Verbreitung der Verfasser seit dem 17. Jh. verfolgt begann man erst in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. zur Zucht des Tabakpflänzlings zu verwenden. Das Tabakfeld in Verpelét bildete nicht einen Teil der Saatfolge sondern nahm einen besonderen Teil der Felder als Fortsetzung der Gärten in Anspruch. Der Boden wurde von Herbst bis Frühling auch als Weide benützt. Die Bodenarbeiten verliefen sehr einfach, die Pflänzlinge wurden in den ein- oder zwiefachen Frühlingsacker gesät. Das Aussetzen wurde Anfang Mai verrichtet. Diese Arbeit besorgten meistans die Frauen. Die Frauen trugen die Pflänzlinge in einem Korb auf dem Rücken. Zeitweise halfen ihnen auch die Männer, indem sie die Furche beim Aussetzen zogen oder Wasser brachten wenn Dürre herrschte. In dem weichen Sand benützten sie ihre Finger als Setzholz. Das Setzholz wurde zwar in Verpelét benützt aber nicht für den Tabak sondern bloss für Paprika und Gemüse, die in bindegerem Boden gesetzt wurden. Eine Arbeitsteilung, wie sie beiden Tabakgärtnern der grossen Domä­nen zu beobachten war, fehlte in Verpelét. Hier verrichteten nur die Mitglieder der Familie das Aussetzen in den frühen Morgenstunden stets bloss auf einem so grossen Stück Boden für wieviel Pflänzlinge gewachsen waren. Auf diese Weise verzog sich das Aussetzen auch 2—3 Wochen lang. Lajos Takács 367

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