Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis 2. (1964)

Szabó János Győző: Honfoglaláskori sírok Eger-Répástetőn

GRÄBER AUS DER LANDNAHMEZEIT IN EGER-RÉPÁSTETŐ Im Winter 1959 fand man anlässlich der Rigolarbeiten auf einem der Weinberge der Stadt Eger, auf Répástető, zwei Skelettgräber. Von hier ausgehend erstreckte sich die unverzüglich in Gang gesetzte Beweisgrabung in SW Richtung auf ein Gebiet von etwa 225 m', aber es kamen keine weiteren Gräber zum Vorschein. Die Freilegung zeigte, dass das 2. Grab eine bereits ursprünglich gestörte Rciterbestattung war: Köcherbeschläge, Pfeilspitze und Eisenmesser bildeten das geborgene archäologische Fundmaterial. Am Ort des 1. Grabes wurde ebenfalls weitergegraben und es kam unter der umgeworfenen Erde der Rumpfteil des Skeletts und der linke Humerus in unberühr­tem Zustand vor, die Lage wich von der W — О Richtung etwas nach N ab, die Tiefe betrug etwa 60 cm. Im SO-Ende des Grabes fanden wir auch Pferdehufen­knochen in ihrer ursprünglichen Lage. Bei den Wirbeln stand zwischen der 4—5 Rippe des Brustkorbes eine Messerklinge in einem Winkel von 60° hervor, deren Spitze bis zum Grabboden reichte. In dem linken Brustkorb kam auch ein arabischer Dirhem zu Tage. Neben der rechten Seite des Rumpfes waren noch die Rostflecken der Klingenspitze eines Eisensäbels wahrnehmbar. Aus dem 1. Grab hat man noch vor der Freilegung anthropologisches und archä­ologisches Material herausgekratzt. Der ins Museum abgelieferte Schädel war trepaniert, das bestattete Individuum war 40 bis 50 Jahre alt. Das hervorragende Stück des Fundes ist der Säbel. Seine Parierstange wurde aus gelbe Bronze gegossen, seine Klinge ist auffallend kurz (58 cm), sie krümmt sich plötzlich in seinem unteren Drittel, die Länge des Elmans beträgt bloss 7,4 cm, sie besitzt keine Blutrinne. Im Vergleich mit den Säbeln des Karpatenbeckens aus dem X. Jh. erscheint dieser Säbel geradezu archaisch. Eine nähere Analogie hiezu ist der im Museum zu Veszprém aufbewahrte Säbel aus der Landnahmezeit. Auch aus Eisen geschmiedete halbmondförmige Saftelbänder waren im 1. Grab vorhanden. Ihre Bestimmung konnten wir auf Grund der Monographie von László Gyula (АН 27) feststellen. Das Stück mit einer weiteren Öffnung (fragmentarisch) rahmte die Öffnung des hinteren Sattelknopfes und das andere die Öffnung des vor­deren um. Wir nehmen es als sicher an, dass diese den Sattel schmückten und nicht nachträglich zur Verstärkung des rissig gewordenen Sattelknopfes angenagelt wurden. Aus den Gräbern des Karpatenbeckens aus dem X — XL Jh. kamen bis jetzt keine ähnlichen Sattelbänder vor, aber heute werden schon 6 Gräber aus der späten Awarenzeit (5 Fundstellen) in Evidenz gehalten, wo der Sattelknopf mit Eisenplatten umrahmt war. Für den Rahmen der aus Eisen verfertigten D-förmigen Gurtschnalle finden wir keine genaue Analogie weder in dem Material der Landnahmezeit, noch in jenem der Awarenzeit. Aber unter den Funden des letzteren Zeitalters sind fernliegende Parallelen öfters erkennbar. Die Eisenbügel sind vom üblichen magyarischen Typ aus der Landnahmezeit. Es waren auch zwei silberne Armbänder im 1. Grab vorhanden. Nur der schmälere ist verziert, die Einkratzungen sind nicht kontinuierlich, sondern in vertikalen Streifen angeordnet. Es gibt hiezu keine näheren Analogien. Armbän­der kommen auch in den vornehmeren Männergräbern des landnehmenden Magyarentums ziemlich oft vor. Der Heftansatz des aus dem 1. Grab freigelegten Eisenmessers fehlt und seine Klingenspitze ist beim Herausheben zugrunde gegangen. Auch der Klingenansatz ist beschädigt und verbogen, er kam auch ursprünglich in diesem Zustand in das Grab. 138

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