Barna Gábor szerk.: Csépa Tnulmányok egy alföldi palóc kirajzás népéletéből 1. (Tematikus és lokális monográfiák 5/1 Eger, Szolnok, 1982 )
Sztrinkó István: Népi építkezés Csépán
István Sztrinkó Die Bauweise von Csépa Zu Beginn des 18. Jahrhunderts besiedelten Angehörige des Kleinadels aus den ehemaligen Komitaten Nógrád und Heves sowie Nichtadlige aus den verschiedensten Teilen des Landes Csépa von neuen. Die grundlegende Aufgabe der vorliegenden Studie war es zu untersuchen, welche nördlichen - paloczischen - Elemente in der Bauweise dieser Gemeinde erhalten geblieben sind. Den einzelnen Abschitten des Bauprozesses folgend, nimmt sich dieser Artikel als erstes die Mauertechniken vor. Heute weisen nur noch wenige historische Angaben darauf hin, dass die Anwendung von Schilf und Hecke bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts häufig in der Bauweise vorkam. Forschungen, die sich ethnologischer Methoden bedienen, konnten diese jedoch bei den Wohnhäusern nicht mehr ausfindig machen, allein die Wirtschaftsgebäude erinnerten noch daran. Bis zu den 1950-er Jahren zählten die hier eingehend beschriebenen gestampften und Lehmwände zu den häufigsten Mauerarten. Auf die in dieser Weise gebauten und zumeist dreigeteilten - Stube - Küche - Kammer - Häuser setzte man zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch ein Pfettendachgerüst, das meistens mit Schilf gedeckt wurde. Das Dachdecken war die Arbeit von Fachleuten, die etwas davon verstanden, ebenso war dies bei den anderen Bauarbeiten. Von der ersten Hälfte des Jahrhunderts an kam den Meistern eine grössere Rolle zu, was parallel einherging mit der stärkeren Verbreitung neuer Baumaterialien, wie Ziegel, Dachpfannen und Beton. Bei der Untersuchung des Feuerungssystems konnte festgestellt werden, dass es in den früheren Häusern in Csépa auch das Doppelfeuerungssystem gegeben hat. Das heisst, es bestand aus dem geschlossenen System, der ofenheizten Stube, und aus einem offenen System, der Küche mit offenem Herd, Rauchfang und Ofenbank. Bis unter die offene Feuerstelle reichte das Ofenloch, davor befand sich entlang der Wand die Bank, an deren Ende der Kochherd war. In den aufgefundenen Angaben wird auch von einer Mittelbank gesprochen, die an die hintere Wand gebaut war und in Csépa Tischbank oder Küchenbank genannt wurde. Den grössten Einrichtungsgegenstand der Stube bildete der in seinem Grundriss runde sog. Bauernofen /ung.: búbos kemence/. Er wurde aus Lehm oder Scherbenstücken gefertigt oder aber aus Schlammstücken /ung. : gömölyesár/ in der Spiralwursttechnik errichtet. Diese Art des Ofensetzens, bei der der Rahmen des Ofens mit fein gekneteten, armdicken Schlammwürsten umwickelt wurde, ist eine sehr archaische. Sie war den neuesten Forschungen nach in grossen Teilen der Grossen Ungarischen Tiefebene bekannt. Im weiteren Verlauf der Studie analysiert der Verfasser die äussere Erscheinung des Wohnhauses und die in den vergangenen Jahrzehnten eingetretenen Veränderungen. Zum Schluss wird die Technik des Brunnengrabens beschrieben. Zusammenfassend darf gesagt werden, dass die Csépa er Häuser ihrem Typ nach denen der Grossen Ungarischen Tiefebene gehören und von diesen in nichts abweichen. Von der einstigen Hauskultur der ursprünglichen Einwohnerschaft, welche wahrscheinlich eine andere war, legen die Wohnhäuser in Csépa heute kein Zeugnis mehr ab.