Szabó László szerk.: Jászdózsa és a palócság (Tematikus és lokális monográfiák 1. Eger, Szolnok, 1973 )
Gulyás Éva: Kenyérsütés Jászdózsán
Jazygien liegt dem nördlichen Teil der Tiefebene, die Paloczen wohnen aber in Nördlichen Mittelgebirge, obwohl das Komitat Heves auch bedeutende Ebenen besitzt. Das charakteriatiche Gärungsmittel des Roggenbrotes vom Norden war der Sauerteigsamen. Im grössten Gebiet der Tiefebene wurde das Weizenbrot dagegen mit einem Dauergärungsmittel /Trockensauerteig/, mit dem "Paar* 1 geknetet. In Jászdozsa. aber auch in ganz Jazygien waren beide Gärungsmittel zur Zeit der geprüften Periode, um die Jahrhundertwende bekannt und gebraucht. Im Jazygien sollte das traditionelle Gärungsmittel, das "Paar" zum Ansäuern des Weizenbrotes dienenDer Sauerteigsamen verbreitete sich infolge einer äusserlichen Wirkung, höchst wahrscheinlich unter dem Einfluss des benachbarten Ernähtu^gsgebietes vom Nord-Osten, wo fast ausschliesslich dieses Gärungsmittel gebraucht wurde. Die Vorbedingungen der frühen Verbreitung des Sauertaigsamens in Jazygien wurden durch die Paloczenansiedlungen von den 17.-18.'Jahrhunderten in Jazygien,, durch die wirtschaftlich-gesellschaftlichen Beziehungen der beiden Gebiete geschaffen. Ein Grund dafür jtonnte sein, dass der SauerteigsOman zum Ansäuern des Roggenbrotes zugleich zum Ansäuern des Weizenbrotes dienen konnte. Es trug wahrscheinlich auch der Geschmack der neuangesiedelten Paloczen dazu bei. Es kann auch durch BeCuemlichkeitHgründen erklärt werden: die Zubereitung war einfacher als beim BKOA, Sie kostete keine besondere Arbeit. Man müsste einfach beimBrotbacken ein Stück vom fertigen Sauerteig oder Brotteig bis zum nächsten Backen beiseite legen So hatte man Immer frisches, wirksaames Gärungsmittel zur Verfügung, Der Sauerteigsamen kann also auf diesem Grund als ein etnisches Merkmal der Paloczen in Jazygien betrachtet werden,da er sich nach der Ansiedlung der Paloczen durch die Beziehungen zwischen den Jassen und Paloczen in einem frühen Zeltabschnitt eingebürgert hatte. Die Untersuchung einiger mundartlicher Wörter, die Übereinstimmungen in den Bezeichnungen zwischen den Paloczen und Jászdózsa und weiteren Dörfern in Jazygien /vakaró, ' sótalan , bzw. sajtalán , sovány, domo = Gebäcks aus dem Rest' dös Brotteigs/ erklären auch die Beziehungen zwischen den beiden Gebieten. Auf Grund der Untersuchung des Brotbackens scheint also die Volkstümliche Ernährung von Jazygien einerseits mit der Tiefebene, andererseits mit Nord-Ost-Ungarn verwandt zu sein. Der Gebrauch des Sauerteigsamens, ausserdem einige etliche mundartliche Bezeichnungen beweisen eine nördliche Wirkung von den Paloczen her. Der Weizen als Brotpflanze und dar Gebrauch des Dauergärungsmittels, des Paars varbindet aber Jazygien mit der Tiefebene, In der volkstümlichen Ernährung von Jazygien vermischen sich also die Wirkungen der Ernährungsgebiete Tiefebene und Nord-Ost-Ungarn, Es wird einer seits durch die geograpischan Gegebenheiten von Jazygien /Ebene/, andererseits durch, die Geschichte der Bevölkerung von Jazygien, die Ansiedlung der Paloczai begründet. So ist es möglich, dass die volkstümliche Ernährung Von Jazygien dia Wirkungen der beiden benachbarten Gebiete aufweist.