Petercsák Tivadar – Váradi Adél szerk.: A népvándorláskor kutatóinak kilencedik konferenciája : Eger, 1998. szeptember 18-20. / Heves megyei régészeti közlemények 2. (Eger, 2000)
Eine Gürtelgarnitur aus gepreßtem Silberblech mit Greifendarstellung
140 PÁSZTOR ADRIÉN telawarenzeitlichen, dem Ozora-Tótipuszta-Igar-Dunapentele-Kreis angehörenden Gürteln sichtbaren Darstellungen trotz der zeitlichen Parallelität ab. Die Darstellungen des im Grab 89 gefundenen Gürtels und dessen technische Ausführung zeigt nach den spätawarenzeitlichen gegossenen, mit Tiergestalten (Greifen) verzierten Garnituren. Unser Exemplar ist deren Vorbild aus gepreßtem Blech. Das punzierte Muster der blechernen Gürtelgarnitur von Budakalász ahmt die Verzierungstechnik der Goldschmiedewerkstätten, in denen die Gegenstände von Nagyszentmiklós und Fészerlak gemacht wurden, in einfacher Ausführung nach. Das Erscheinen der Punzierungstechnik dieser Art macht wahrscheinlich, daß der die im Grab 89 gefundene Gürtelgarnitur herstellende Goldschmied die Darstellung des Kruges Nr. 2 von Pásztor Adrién 1136 Budapest Hegedűs Gy. u. 40. 1, em. 1. Nagyszentmiklós kannte. Es ist wahrscheinlich, daß die Funde von Budakalász, Kajászó, Nagyszentmiklós und Fészerlak in beinahe gleicher Zeit und im Kreis von verwandten Werkstätten erzeugt wurden, da ähnliche Verzierungsmotive unter den spätawarenzeitlichen gegossenen Funden mit Figuralverzierung unseren bisherigen Kenntnissen nach nicht vorkommen. Der mit Beschlägen charakteristischer Punzierung und Greifendarstellung verzierte Gürtel symbolisierte den Rang seines Trägers: Er war ein Führer. Im großen Grab 89 von Bretterkonstruktion wurde einer der vornehmen Kämpfer der mittelawarenzeitlichen Gemeinschaft von Budakalász mit seinem beschlagverzierten Prunkgürtel und seinem Pferd der den militärischen Vornehmen gebührenden Art entsprechend bestattet. Übersetzt von Katalin H. Simon