Ujváry Zoltán: Népszokás és népköltészet (A Hajdú-Bihar Megyei Múzeumok Közleményei 35. Debrecen, 1980)

Mitikus lények a mezőgazdasági hagyományban

hardt W. hagyatékából az elmúlt évek során előkerült kéziratos anyag. Mannhardt W. kérdőívére küldött variánsok sorában Udvarhely­ről, Csíkszeredáról és Kolozsvár környékéről való, minden kétséget kizáróan magyar hagyomány leírása maradt fenn. 226 Az 1865-ből származó gyűjtés szó szerinti szövege : „Bei den Séklern aus Udvarhely und Csik Szereda: Ein Mädel oder ein Bursch zieht die letzten Halme bei der Ernte mit den Wur­zeln aus der Erde. Dann stellt man diese Ähren zu einer Garbe zu­sammen und bindet einen lebenden Hahn oder eine Henne hinein, so jedoch, daßniemand von den Arbeitenden sieht, ob das Tier unten oder oben darin steckt. Dann fertigt man ebenfalls von dem ausgerissenen letzten Korn einen Strick, indem man stets drei Halme zusammenflicht. Mit diesem Strick umwindet man die Garbe. Dann gräbt man sie wieder in die Erde ein. Jetzt wird ein Bursch ausge­wählt, der die Aufgabe hat, mit einem Bratspieß in die Garbe hi­neinzustechen und auf 3 Stiche den Hahn treffen muß! Ersticht er das Tier, so die Garbe jubelnd nach Hause getragen und hier ein Fest gegeben. Er selbst erhält dabei den Namen »Buksi« (Zwerg­mandl). Nacher nimmt man den erstochenen Hahn aus der Garbe heraus, balgt ihn ab und wirft das Fleisch weg. Haut und Federn aber werden bis zum nächsten Jahr aufgehoben. Im Frühjahr wird die Garbe mit der Haut und den Federn des Hahn darin zusammen­gerieben und auf das anzubauende Feld gestreut, oder man gräbt sie auch mit den Wurzeln wieder in die Erde ein und läßt sie das ganze Jahr hindurch so stehen. Ein so eingegrabene Garbe nennt man »farkas« (Wolf). Man schreckt die Kinder mit den Worten: G^h nicht ins Getreidefeld! Da sitzt der Farkas drin! - Umgegend von Klausenburg : Ein Hahn wird in die Erde gegraben, sodaß nur der Kopf herausguckt. Dann wählt man einen Burschen, der ihm mit der Sense den Kopf abhauen soll. Gelingt das nicht auf einen Hieb, so wird er mit Ruß geschwärzt, durchs Dorf geführt und das ganze Jahr hindurch »Roter Hahn« (vörös kakas) gennant, oder »Teufel« (ördög)." 226 Kézirat a berlini Deutschen Staatsbiblioethekban. A kézirat megküldését Ingeborg Weber-Kellermann-nak köszönöm.

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