Nyakas Miklós: Hajdúböszörmény sajtótörténete / Hajdúsági Közlemények 10. (Hajdúböszörmény, 1982)
Tartalom
Die Geschichte der Presse von Hajdúböszörmény Der Autor analysiert die Geschichte, die Rolle und die gesellschaftliche Funktion der Presse im Falle von Hajdúböszörmény, einer charakteristischen ungarischen Kleinstadt der Tiefebene (der Gegend jenseits der Theiss). Die Presse in den ungarischen Kleinstädten kam zur Zeit der Österreich-Ungarischen Monarchie zustande, da wurde es charakteristisch, dass fast jede Siedlung mit 10 000 Einwohnern eine eigene Zeitung zustande brachte. Die erste Zeitung wurde in Hajdúböszörmény im Jahre 1883 gegründet, und (bis zu dem heutigen Tag) konnte man von 20—25 Zeitungsgründungen oder Versuche Zeuge sein. Die lokale Presse konnte in erster Linie auf die Aktivität der hier lebenden Intelligenz rechnen, aus ihren Reihen kamen die Redakteure, die Mitglieder der Garde der Schriftsteller heraus, trotz dessen, dass die Intelligenz von Debrecen mal kleinere mal grössere Rolle um die Zeitunger der Stadt auf sich genommen hat. Zu der sich mit der Journalistik beschäftigende Intelligenz gehörten nach ihrem Beruf Lehrer, Juristen, Geistliche. Zur Zeit des Dualismus war die Lokale Presse willig, sich nur mit örtlichen, regionalen Fragen zu beschäftigen und achtete sorgsam darauf, dass sie keine parteipolitische Zwecke diene, trotz dessen, dass sich selbst die Redakteure meistens neben einer politischen Partei oder Richtung verpflichteten. In der Stadt — unter anderem auch für die Befriedigung der Bedürfnisse der Presse — kam auch eine Druckerei zustande. Zu dieser Zeit erschien in der Regel wöchentlich eine Zeitung in der Stadt es war aber auch eine solche Periode, wann sogar 3 Zeitungen erschienen. Es gaben Versuche auch zur Einführung eines Tageblates, es gelang zwar nicht, aber die lokale Zeitung erschien längere Zeit zweimal wöchentlich. Die bedeutendste Zeitung war Hajdúböszörmény und seine Umgebung (1891—1944) In Hajdúböszörmény wurde ein Landesblatt, Blatt des Lehrers, das unter den reformierten Lehrern verbeitet wurde, redigiert. Zur Zeit der Revolutionen von 1918—19 haben die Sozialdemokraten eine neue Zeitung gegründet, die nach der Verkündigung der Diktatur des Proletariats das einzige amtliche Blatt wurde. Das Blatt Hajdúböszörmény und seine Umgebung wurde nämlich verboten. Die rumänische Besetzung der Stadt bedeutete auch der Machtantritt der Gegenrevolution. Die städtische Zeitung hat damals antisemitisches Anstimmen der äussersten Rechten angeschlagen, dermassen dass sie verboten wurde. Im Lange der parlamentarischen Wahlen wurde István Bethlen, der bald der Ministerpräsident Ungarns wurde, in Hajdúböszörmény gestürzt. Der Misserfolg von István Bethlen wurde von den äussersten Rechten, deren Organ das Blatt Hajdúböszörmény und seine Umgebung war, angerichtet. Das Lager von Bethlen gründete eine selbständige Zeitung. Im Jahre 1920—21 kam eine Zeitungsverlagsunternehmung auf Grund einer Aktiengesellschaft zustande, und hat dielokale Zeitung in den Dienst der politischen Zwecke der Regierungspartei gestellt. Von dieser Zeit an war die lokale Zeitung bis aus Ende regierungsfreundlich. In den 1930-er Jahren versuchte auch die Opposition 67