Nyakas Miklós szerk.: Hajdúsági Múzeum Évkönyve 4. (Hajdúböszörmény, 1980)
TERMÉSZETTUDOMÁNY — NATURWISSENSCHAFTEN - Vergleichende mammazönologische Untersuchungen auf der Hortobágy
Gábor Palotás VERGLEICHENDE MAMMAZÖNOLOGISCHE UNTERSUCHUNGEN AUF DER HORTOBÁGY Der Verfasser hat in den Jahren von 1970 bis 1972 in sechs typischen Isozönosen der Pußta Hortobágy kleine Säugetiers gesammelt und beobachtet. Ihre Arten hat er — Fledermäuse nicht mitgerechnet — aufgrund ihrer Körpergröße, ihrer Reviergröße, ihrer Individuendichte pro Hektar und ihrer Vermehrungsintensität in drei Größenordnungen eingeteilt. Entsprechend dieser Gruppierung hat er jeweils vier Tage lang auf je zehn aneinander stoßenden und verstreut liegenden Quadraten bzw. Streifen mit einer Größe von 25X25, 75X?5 m und 100X1000 seine Sammelarbeiten durchgeführt. Auf der Grundlage einer dreijährigen Arbeit mit Fallen und einer durchschnittlichen Individuenzahl hat er die Individuendichte (A) und die Gewichtsdichte (P) bei einer Säugetiergruppe von unterschiedlicher Größenordnung in einem Hektar ausgedrückt. Die konstant-dominanten, zusätzlichen und zufälligen Säugerarten der typischen Isozönosen hat er beschrieben. 1. Der im Verfall begriffene Szik-Eichenhain von Ohat (Galatello-Quercetum roboris Zólyomi et Tallós 1967) stelt den alten Charakter der Puszta dar. Auf den Waldlichtungen (Peucedano — Galatelletum udn Artemisio — Festucetum) sind sie Säugerarten C —D die folgenden: Apodemus sylvaticus, Sorex araneus, A. flavicollis, Erinaceus europeus, Clethrionomys glareolus, Arvicola terrestris, Lepus europeus, Capreolus capreolus, Vulpes vulpes. Die Individuen der Arten dieser drei Säugetiergruppen erreichten pro Hektar eine Individuendichte von 129,9 Stück (A) und eine Gewichtsdichte (P) von 7856,8 g. 2. Vertreter für das sekundäre Gesicht der Pußta sind die folgenden Isozönosen: a) Die Pflanzenformationen der sumpfigen Gewässer und Moraste der einstigen Theiß, die sich bei Tiszacsege dahinzog. (Lemno — Potamea und Cypero — Phragmitea divisio Soó 1968.) Die Säugetierarten C —D sind: Ondatra zibethicus, Arvicola terrestris, Sorex minutus, Micromys minutus, Mustela erminea, Vulpes vulpes. Auf einem Hektar betrug die Abundanz 51,3 Stück und die Produktion 6929,7 g. b) Szik-Pußta bei Máta (Festucion pseudovinae federatio: Achilleo — Festucetum, Artemisio — Festucetum assz. Stellenweise Beckmannion erucaeformis und Puccinellion limosae Soó 1933). Die Arten C —D: Mus musculus, Microtus arvalis, Citellus citellus, Mustela nivalis, Mustela (P) eversmanni, Crocidura leucodon, Lepus europaeus. Auf einem Hektar betrug die Abundanz 52,7 Stück und die Produktion 2665,3 g. 3. Charakteristisch sind auch die Kulturzönosen: a) Eine ruderale Biozönose stellt der Damm dar, der sich zwischen dem alten Morast und der Theiß dahinzieht. (Seine eine Hälfte stößt an die mit Weiden bestandenen Überschwemmungsgebiete, während die andere an den Morast und die Kulturzönose stößt. Von oben nach unten fortschreitend kann dies Gabiet in drei Teile geteilt werden: in eine trockene, eine weniger trockene nd eine feuchte Ebene.) Die Arten C —D auf der oberen Ebene: Citellus citellus, Mustela nivalis; auf der mitteleren Ebene: Microtus arvalis, Cricetus cricetus, Mustela (P.) eversmanni, Crocidura leucodon; und auf der unteren Ebene: Talpa europaea, Arvicola terestris, Micromys minutus, Sorex minutus. Die Werte der Charakteristiken liegen sehr hoch : Die Abundanz beträgt 122,6 Stück und die Produktion 6477,2 g je Hektar. Die Arten sind C—D. Ein aufgrund der Konstanz und der Dominanz angestellter Vergleich hat gezeigt, daß unter den offenen, unbedeckten Zönosen (Damm, Szik-Pußta, Luzernenfeld) eine große Ähnlichkeit besteht, während sich die geschlosseneren, bedeckteren Zönosen (Morast, Eichenhain) wesentlich von den vorhergehenden unterscheiden. Das gemein89