A Debreceni Déri Múzeum Évkönyve 1982 (Debrecen, 1984)

Régészet - M. Nepper Ibolya: Eine sarmatische Siedlung aus der Kaiserzeit, gelegen auf dem Nagyfarkas-Hügel, Biharkeresztes–Ártánd

ausgelöst. Das Fundmaterial von dieser Siedlung lässt keine gewaltsame Vernichtung ahnen; es hat vielmehr den Anschein, als ob die Bewohner ihre Heimat recht um­sichtig verlassen haben, indem sie ihre Wertsachen mit sich nahmen, um somit ein an die zweihundert Jahre lang benutztes Siedlungsgebiet hinter sich zu lassen. Zur Zeit der Erbauung des barbarischen Limes lebte diese Siedlung noch. Damals bestimmte Rom hier die Grenze zwischen den Sarmaten und den Germanen (Vanda­len, Gépiden und Goten). Um 330 lebten jedoch schon Germaen diesseits des barbari­schen Limes. 332 schlugen sie die Goten auf „sarmatischem Boden", das heisst dort, wo 294 die Sarmaten lebten. Die Grenze zwischen den Gépiden und Sarmaten nach Norden zu markierte Mitte des 4. Jahrhunderts der Fluss Sebes-Körös. Zu der Zeit lebte diese Siedlung nicht mehr. Beweis dafür ist unter anderem, dass hier keinerlei späte sarmatische Keramik, die für das 4. Jahrhundert charakteristisch wäre, gefun­den wurde. Die ersten Gepiden-Gräber mögen ebenfalls zu dieser Zeit im Kisfarkas­Hügel und etwas später im Nagyfarkas-Hügel ausgehoben worden sein. 249

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