A Debreceni Déri Múzeum Évkönyve 1975 (Debrecen, 1976)

Történelem - Nagy Dezső: Die Dichtung der Pokrócz-Landarbetierbewegung zu Balmazújváros

Dezső Nagy DIE DICHTUNG DER POKRÖCZ-LANDARBEITERBEWEGUNG ZU BALMAZÚJVÁROS Der Verfasser schreibt in seiner Abhandlung über eine der vielen agrarsozialistischen Bewegungen, über die von Balmazújváros, die einst einen landlichen Ruf gehabt hatte. Aus dem sich am Anfang der 90-er Jahren organisierenden Landarbeiterverein bildete sich im Jahre 1908 eine eigene Partei, die Landliche Feldbauerpartei heraus, derer Sekretär der Bauer, Ferenc Pokrócz wurde. Von 1908 bis 1913 hat diese Partei das Blatt Földnépe und im Jahre 1910 auch noch zwei Kaiendaren herausgegeben. Diese Blätter bewahren das Dich­tungsmaterial der Bewegung. In diesen Blättern sieht man das kraftvolle Vordringen der Berufsdichtung die für die anderen agrarsozialistischen Bewegungen der Jahreswende im allgemeinen nicht bezeichnend war. In der Dichtung der Bewegung findet man Gedichte, die die Herren verfluchen, ermutigende Verse, die das Ziel hatten, die Arbeiter zum Selbntbewusstsein zu erwachen. Unter ihnen sind auch messianistischen Gedichte, die für alle agrarsozialistischen Bewegun­gen bezeichnend waren, sowie die beliebtex Gattung dieser Bewegungen, die Gedichtsbriefe zu finden. In der Dichtung der Pokrócz-Bewegung begegnet man zum ersten Male einer neuen Volksdichtungsform, den sozialistischen Psalmen. Das beste unter den vielen Ge­dichten ist der weissagende Reim, der der Überlieferung nach selbst von Pokrócz, nach dem Vorbild der Leiter der Agrarbewegungen verfasst wurde. Ihre populäre Gattung war auch der in Fragen und Antworten veröffentlichte Leitfaden. Zum Schluss macht uns der Ver­fasser mit den Aiorizmen und Witzworten bekannt, die in der Bewegung verbreitet waren. 340

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